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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 9

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Kg. F. verleiht in Ansehung der Eb. Jakob von Trier sowie dessen Stift durch solche lange kriege, zwitracht und unsegelichen unraid, der maniche iaire durch die, dye umb denselben styfft gekrueget haben, entstandenen großen Schulden und Schäden seiner Besorgnis Ausdruck, dem Stift könne noch größeres Verderben erwachsen, wenn keine Abhilfe dagegen geschaffen wird; nachdem seine bisherigen Versuche, Eb. Jakob zum Nutzen seines Stifts auf andere Art Hilfe zu leisten, vergeblich geblieben sind, sieht er keine andere Möglichkeit mehr als die der Unterstützung durch gemeyne hylffe und sture, wie sie auch von seinen Vorgängern manchen Stiften zuteil wurde, da er sie von seinen und des Reichs eygen nuczen nicht zu leisten vermag. Deshalb gestattet er Eb. Jakob und dessen Nachfolgern mit Rat der Fürsten, Edlen und Getreuen unwiderruflich, den Rheinzoll zu Engers oder dort, wohin sie ihn künftig verlegen werden, vom kommenden sente Michels dach (September 29) an für acht aufeinanderfolgende Jahre um einen rheinischen Gulden von jedem foder Wein und anderer Kaufmannschaft zu erhöhen. Er gebietet allen Reichsuntertanen die Beachtung dieses Privilegs unter Androhung seiner und des Reiches schweren Ungnade sowie by verliesunge solcher pene, dye uff dem Ryne gewonlich zu nemen ist.

Originaldatierung:
An sente Egidien dach (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Wilhelmus Tacz canonicus Frysingen(sis) (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. noch nicht aufgetaucht, der Kop. zufolge jedoch (Perg., anh. S) mit eingedrücktem S 7. - Kop.: 2 Vidimus1 des Lic. decr. Johann Rorich von Alsfeld, Kanonikers des St. Kastorstifts zu Koblenz und in Abwesenheit des Offizials und Richters des geistlichen Gerichts zu Koblenz, des Lic. decr. Johann von Frankfurt, dessen Statthalters, von 1442 September 20 ebd. (Sign. Best. 1: Erzstift und Kurfürstentum Trier, A: Urkunden der geistlichen und staatlichen Verwaltung, n. 8101 (B) bzw. 8102 (C), beide : Perg., S ab und verloren (B)2 bzw. großes grünes S des geistlichen Gerichts zu Koblenz in wachsfarbener Schüssel an grüner Ss. (C).

Vgl. dazu auch die Willebriefe der Kff. Friedrich (II.) von Brandenburg und Friedrich (II.) von Sachsen von 1443 Januar 17 im LHA Koblenz (Sign. Best. 1: Erzstift und Kurfürstentum Trier, A: Urkunden der geistlichen und staatlichen Verwaltung, n. 8114f.), Perg., rote SS d. Aussteller in wachsfarbenen Schüsseln an Ps.

Reg.: Chmel n. 1083 (ohne Tages- und Monatsangabe).

Anmerkungen

  1. 1Diese Vidimus wurden von Berthold Wero von Aldendorf, Diöz. Mainz, öff. und des geistlichen Gerichts zu Koblenz geschworenem Notar, und Heinrich Buden von Melsungen, Kler. der Diöz. Mainz, öff. Schreiber und Notar des geistlichen Gerichts zu Koblenz, beglaubigt. Als Zeugen fungierten die geschworenen Prokuratoren des geistlichen Gerichts zu Koblenz Heinrich Blum (Blome), Kanoniker des Stifts St. Florin zu Koblenz, Nikolaus vom Feldhaus, Pastor zu Plaidt, Heinemann von Gönnersdorf (Gunderstorff), Altarist zu Andernach, und Godhard von der Hohenminne (Hoermynne), Siegeldiener.
  2. 2Der gesamte mittlere Teil der Plica samt dem Siegel ist offenbar von einem Sammler abgeschnitten worden.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 9 n. 62, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-09-01_2_0_13_9_0_12599_62
(Abgerufen am 16.10.2019).