Regestendatenbank - 196.301 Regesten im Volltext

[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 8

Sie sehen den Datensatz 394 von insgesamt 528.

K. F. belehnt Johann (V.), Wild- und Rheingraf zu Dhaun und Kyrburg, mit dem ererbten, bereits dessen Vater von ihm (K. F.)1 und dem Reich übertragenen Pfefferzoll auf dem Rhein zu Geisenheim mit dem Recht, von jedem beladenen Schiff ein Pfund Pfeffer oder den jeweils in Mainz zu zahlenden Gegenwert in Pfennigen zu nehmen. Er verfügt, daß Johann den Zoll künftig durch seine Amtleute von niemandem behindert einnehmen lassen soll, doch unbeschadet der Rechte von Kaiser und Reich sowie anderer, und gebietet Johann, den gewöhnlichen Lehnseid bis zu den heiligen Weihnachten (Dezember 25) dem Schultheißen zu Frankfurt2 an seiner Statt zu schwören.

Originaldatierung:
Am nunzehenden tag des monats septembris (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift im Hess. StA Darmstadt (Sign. C 1 A n. 139, Bl. 330r-v), Pap. (18. Jh.). - Weitere Abschrift mit falschem Datum 1456 September 193ebd. (Sign. C 1 A n. 139, Bl. 171r-v), Pap. (18. Jh.). Lit.: Sommerlad, Rheinzölle S. 86; F. W. E. Roth, Der Rheinzoll zu Geisenheim, in: Culturbilder aus der Geschichte des Rheingaues, bearb. v. F. W. E. Roth, Rüdesheim 1895, S. 14-16; Struck, W.-H., Geschichte der Stadt Geisenheim, Frankfurt a. M. 1972.

Anmerkungen

  1. 1Die Belehnung Johanns (IV.) erfolgte 1442 (s. Roth, Rheinzoll S. 16, der ohne nähere Angaben zur Datierung aus der seinerzeit im Fürstlich Salm-Salmschen Archiv zu Anholt verwahrten Urkunde zitiert) in einer Zeit, in der die Erhebung des Zolles zwischen den Wildgrafen und Kurmainz strittig war. Zu den langwährenden Auseinandersetzungen, in die K. Friedrich um 1453 durch Einsetzung der Gff. Bernhard von Solms und Diether von Isenburg-Büdingen als Kommissare eingriff, s. Schneider, Geschichte des Wild- und Rheingräflichen Hauses S. 84-86.
  2. 2Damaliger Schultheiß von Frankfurt war Eberhard von Heusenstamm.
  3. 3Das korrekte Datum muß 1476 lauten, da in diesem Jahr Wildgraf Johann (IV.) als verstorben und sein Sohn Johann (V.) als Nachfolger bezeichnet wird. Vgl. Europäische Stammtafeln 3, Taf. 143.

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 8 n. 394, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1476-09-19_1_0_13_8_0_12402_394
(Abgerufen am 13.04.2021).