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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 8

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K. F. erhebt Humbert von Bois (des Boys) und seine ehelichen Leibeserben zu wappenßgenossen und rittermessig leütte(n) mit allen Privilegien und Rechten, die damit verbunden sind, namentlich dem Recht, Ämter und Lehen zu besitzen sowie überall in allen und yeglichen sachen, in geistlichen und weltlichen stenden uneingeschränkt Gericht abzuhalten und Recht zu sprechen, ganz wie dies andere rechtgebornnen wappensgenossen unnd rittermessig leüth im Reich von recht oder gewonheit haben oder gebrauchen. Er verleiht ihm und seinen Erben ein Wappen in Form eines roten Schildes1, auf dessen Grund sechs übereinanderliegende weiße Felsen, aus dem obersten ein halber, bis zur Brust herausragender Löwe in natürlicher Farbe, mit ausgestreckten Pranken, offenem Maul und gelfender Zunge; auf dem Schild ein Helm mit einer roten und gelben Helmdecke, darauf ein halber, ebenfalls naturfarbener Löwe. Der K. bestimmt, daß die Begünstigten dieses Wappen jederzeit in allen redlichen und ritterlichen Geschäften, zue schimpff und zue ernst, auch im Siegel und sonstwo gebrauchen dürfen wie alle Wappengenossen. Er gebietet allen Fürsten, Gff. etc. Wappenkönigen, Herolden, Persevanten, Amtleuten, Bürgermeistern etc. und Reichsuntertanen bei seiner und des Reichs schweren Ungnade und einer Pön in Höhe von 20 Mark Gold, die je zur Hälfte der ksl. Kammer und den Geschädigten zufallen soll, Humbert und seine Erben die ihnen verliehenen Rechte unbeeinträchtigt genießen zu lassen, jedoch unbeschadet der Rechte von denjenigen, die möglicherweise ein gleiches Wappen führen.

Originaldatierung:
Am sambstag vor sant Michels tag (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.p.d.i. - KVv: Rta Lucas Sniczer (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. noch nicht aufgetaucht, der Siegelankündigung der Kop. zufolge jedoch mit anh. S. - Kop.: Abschrift im Bundesarchiv Koblenz, Außenstelle Frankfurt (Sign. AR 1 - A 76 (= Koser I 96) [paginierter Teil], S. 191-195), Pap. (16. Jh.). - Inseriert in die Bestätigung2 des Bf. Johann von Basel von 1473 August 4, die als Abschrift überliefert ist ebd. (Sign. ebd. S. 195-201), Pap. (16. Jh.).

Anmerkungen

  1. 1Der Kopie zufolge war das Wappenbild in die Urkunde eingemalt.
  2. 2Darin wird Humbert als Meier des Bf. von Basel zu Delsberg (= Delémont), sw. Basel, bezeichnet.

Nachträge

Nachträge (1)

Nachtrag von Jean-Claude Rebetez, conservateur des AAEB, eingereicht am 06.07.2009.

L'original de ce document se trouve aux Archives de l'ancien Evêché de Bâle (CH- Porrentruy), cote: Série chartes (sub dato). Il comprend bien la reproduction du blason et porte encore le sceau sur lacs de soie rouge.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 8 n. 330, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1472-09-26_1_0_13_8_0_12338_330
(Abgerufen am 02.03.2024).