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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 8

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K. F. lädt Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Wetzlar aufgrund der Klage der Einwohner von Nauborn (Newfren) Jobst und Peter Nuntzel, Heinz Runckel, Rulnhene, Rulnpetter, Rule Jörge und Contzel Heinz, die Wetzlarer hätten sie ohne vorheriges rechtliches Ersuchen angegriffen und beraubt und seien ihnen deshalb zu Schadensersatz verpflichtet sowie den Strafbestimmungen sowohl der Goldenen Bulle1 als auch unser(er) gemeinen kunigclichen reformacion2 und der geschriben recht verfallen, auf den 45. Tag nach Erhalt dieser Ladung bzw. den ersten darauf folgenden Gerichtstag peremptorisch zu rechtlicher Verantwortung vor sich und erklärt, daß auch in ihrer Abwesenheit verhandelt werden wird.

Originaldatierung:
Am sechsten tag des monads july.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i. - KVv: Ladung contra Wetzflar (oberer Blattrand).

Überlieferung/Literatur

Org. im StadtA Wetzlar (Sign. Urkunden, Kasten 91 sub dat.), Pap., rotes S 18 rücks. aufgedrückt. - Kop.: Notariatsinstrument3 des öff. Notars Nikolaus Wicker von Butzbach, Kler. der Diöz. Mainz, von 1469 August 8 ebd. (Sign. Urkunden, Kasten 91 sub dat. 1468 August 8), Perg. - Abschrift ebd. (Sign. Urkunden, Kasten 91 sub dat.), Pap. (15. Jh.).

Anmerkungen

  1. 1Vgl. zur Goldenen Bulle K. Karls IV. H. 8 n. 168 Anm. 1.
  2. 2Siehe H. 8 n. 51.
  3. 3Das Notariatsinstrument wurde aufgesetzt auf Veranlassung von Michael von Frankenbach gen. Gyle Michel (Bürgermeister zu Wetzlar). Die von Runkel Henne, dem Bevollmächtigten derer von Nauborn, zusammen mit dem öff. Notar Craft von Hain, Kler. der Diöz. Mainz, vorgenommene Insinuation der ksl. Ladung wird erwähnt, die Berechtigung des Überbringers aber angezweifelt. Als Zeugen fungierten Nikolaus (Clais) Grußer und Johann Pussel, beide Priester und Vikare des Marienstifts Wetzlar. Zum gleichen Datum liegt ein abschriftliches Notariatsinstrument des Notars Craft von Hain über die erfolgte Insinuation vor (Sign. Urkunden, Kasten 92 sub dat), Pap. (15. Jh.). Bezeugt wurde die Insinuation von Peter Hoffmann von Oberbiel, Henne Schurge von Niederbiel und Heinzchen von Steindorf, alle Schöffen des Gerichts Biel. In Ermangelung eigener Siegel siegelten für diese die Edelknechte Philipp Mohr von Leun und Jörg von Werdorf.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 8 n. 285, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1469-07-06_1_0_13_8_0_12293_285
(Abgerufen am 03.03.2024).