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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 8

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Kg. F. bestätigt Bürgermeistern, Rat und Bürgern der Stadt Wetzlar mit Rat der Fürsten, Gff. Edlen und Getreuen alle ihre von ihnen und ihren Vorfahren von Kaisern und Königen erworbenen Rechte und Privilegien, insbesondere einen bereits von K. Sigmund1 bestätigten Brief Kg. Karls IV.2, mit der Bestimmung, daß niemand sie auf Leib und Gut vor fremden Gerichten verklagen darf und sie allein vor ihrem jeweiligen rechten vogt und ambtman vor Gericht zu stehen haben. Er gebietet allen Fürsten, Gff. etc. und Reichsuntertanen die Einhaltung der Wetzlarer Privilegien und besonders der Gerichtsfreiheit bei seiner und des Reichs schweren Ungnade.

Originaldatierung:
An sand Kylians tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Hermannus Hecht. - KVv: Rta Jacobus Widerl (Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. im StadtA Wetzlar (Sign. Urkunden, Kasten 72 sub dat.), Perg., wachsfarbenes S 8 (ohne Sekret) an purpur-grüner Ss. - Kop.: Vidimus des Johann von Rodenhausen, Pfarrer zu Garbenheim, und des Edelknechts Walter von Buseck von 1462 November 6 ebd. (Sign. Urkunden, Kasten 83 sub dat.), Perg., S. d. Ausst. (davon eines ab und verloren) an Ps. - Vidimus Gf. Philipps von Nassau-Saarbrücken von 1461 Juni 10 ebd. (Sign. Urkunden, Kasten 82 sub dat.), Pap., S. d. Ausst. vorn aufgedr. - Notariatsinstrument3 des öff. Notars Johannes Weyner (im Signet: Corrificis), Kler. des Bistums Trier, von 1462 November 6 ebd. (Sign. Urkunden, Kasten 83 sub dat.), Perg. - Abschrift ebd. (Sign. Kopialbuch, Privilegien und Verträge, fol. 8r-9r), Pap. (15. Jh.).

Reg.: Chmel n. 847 (ohne Monat und Tag); Battenberg, Gerichtsstandsprivilegien n. 1424 (nach RR O Bl. 163r mit Juli 1).

Anmerkungen

  1. 1Hier wird wahrscheinlich Bezug genommen auf die allgemeine Privilegienbestätigung von 1414 Dezember 7 ( RI XI n. 1346).
  2. 2Von 1350 April 23 (UB Stadt Wetzlar 1 n. 1629; fehlt in RI VIII).
  3. 3Das Notariatsinstrument, das auch die Urkunde Kg. Karls IV. von 1350 April 23 enthält, wurde aufgesetzt auf Ersuchen der Wetzlarer Bürgermeister Johann Stoppelnbein und Eckard von Klettenberg anläßlich der Appellation der Stadt gegen das solmsische Gericht zu Lohe und bezeugt von Johannes Spaler, Vikar zu Weilburg, und Jakob Uffenbach von Herborn, beide Kler. des Bistums Trier. Vgl. zu den sich anschließenden langwierigen Ausseinandersetzungen vor dem Kammergericht unsere H. 8 n. 188.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 8 n. 24, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-07-08_3_0_13_8_0_12032_24
(Abgerufen am 23.04.2019).