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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 7

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Kg. F. teilt Eb. Dietrich (II.) von Köln mit, seine Sendboten, die czu lichmess (Februar 2) zusammen mit seinen (Adr.) Sendboten und denen anderer Kff. den Tag zu Nürnberg besuchten, hätten ihm über den dort gefaßten Abschied berichtet, demzufolge ein anderer Tag an geeignetem Ort einberufen werden solle, er (Kg. F.) in der Zwischenzeit die christlichen Kgg. und Fürsten für deren Mitarbeit an der Einheit der Hl. Kirche und den Frieden unter den christlichen Völkern gewinnen solle und bei positiver Resonanz auff zymlich enntliche wege zu eynen gemaynhem kunfftigem und unzwyvelichen concilium zo komen ain aintrechtige besliessunge genemen mochten nach solhem abschaid, der zu Nuremberge bescheen ist1. Daraufhin habe er, auch in Anbetracht dessen, daß sich die lang andauernde Uneinigkeit in der Kirche durch Verzögerung zusehends verschlimmere, Boten und Schreiben geen welischen landen, nach Frankreich, Spanien, England, Schottland und in andere Königreiche gesandt und die dortigen Kgg. Prälaten und Fürsten, besonders auch die Universitäten aufgefordert2, im Interesse der Einigkeit der Kirche zusammenzuarbeiten und ihm vor dem jetzt auf sand Marteins tagh (November 11) angesetzten Tag ihre Meinung zu übermitteln, damit auf diese Weise eine bessere Beratung dieser Angelegenheit möglich werde und geeignete Maßnahmen umso eher und ungestörter ergriffen werden könnten. Wie andere Kff. und Prälaten3 fordert Kg. F. auch Eb. Dietrich auf, sich zu dem gen. Tag in Nürnberg persönlich zusammen mit den Prälaten seiner Kirchenprovinz und mit gelehrten Leuten eigener Wahl einzufinden, den auch er selbst persönlich besuchen und nur bei Krankheit oder anderen widrigen Umständen mit seinen bevollmächtigten Sendboten beschicken will. 4: Kg. F. fordert Eb. Dietrich auf, seine Suffragane und alle zur Sache geeigneten Prälaten seiner Kirchenprovinz schriftlich von dem Tag zu Nürnberg in Kenntnis zu setzen und sie zum persönlichen, oder, ob sie eehafftig noit halben verhindert wurden, zum Besuch dieses Tages durch bevollmächtigte Vertreter anzuhalten.

Originaldatierung:
An sand Laurentien tag (nach Kop.).Zusatz (Nachschrift?)
Kanzleivermerke:
KVr: De m.d.r. (unter dem Zusatz, nach Kop.). - KVv: Dem erwerdigen Dieterichen erczbiscoffen zo Coln, dez heylichen romischen riichs in Ytalien erczcanceller, unserem lieben nefen und kurfursten (Adresse, nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift im HASt Köln (Sign. Universität 26, fol. 6r-7r). (15. Jh.) - Abschrift ebd. (Sign. Universität 30a, fol. 6r-7r) (18. Jh.).

Druck: v. Bianco, Die alte Universität Köln, Tl. 1, Anhang, S. 228-230, n. LV (ohne den Zusatz). - RTA 17, n. 90.

Reg.: Mitt. StK 36, S. 105, n. 898.

Anmerkungen

  1. 1Der Abschied des Nürnberger Lichtmeßtages 1443 ist gedruckt in RTA 17, n. 44.
  2. 2Vgl. H. 7 n. 38, n. 39, n. 40, n. 41, n. 42, n. 43, n. 44.
  3. 3Vgl. RTA 17, n. 89 vom selben Tage.
  4. 4Da es in der Kop. heißt: Sequitur alia parva copia, mag es sich auch um einen eigenen Brief handeln.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 7 n. 45, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1443-08-10_1_0_13_7_0_11207_45
(Abgerufen am 21.08.2019).