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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 7

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Kg. F. beauftragt aufgrund der Bitten von Propst, Dechant und Kapitel des Aachener Marienstifts Eb. (Dietrich II.) von Köln, Elekt (Johann) von Lüttich, Hz. (Gerhard) von Jülich, Edelherrn (Johann) von Heinsberg und deren Nachfolger sowie Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürgerschaft der Stadt Aachen und alle anderen Reichsuntertanen unwiderruflich für alle Zeiten mit dem Schutz des Aachener Marienstifts entsprechend den zur Mehrung und zum Schutz der stiftischen Freiheiten ausgestellten Urkunden K. Karls IV.1 und K. Friedrichs II.2, die einst Papst Martin V. in seiner Urkunde inseriert hat3. Er beauftragt die Schirmherren, Verletzer dieser Privilegien anzumahnen und nach Ablauf eines Monats durch Inhaftierung, invasio oder Beschlagnahme ihrer oder ihrer Untertanen Güter zum Schadenersatz zu zwingen. Zugleich sollen diese Personen der kgl. Ungnade und einer Strafe von 100 Mark Silber verfallen sein, die nach Ermessen der Adressaten anteilig der kgl. Kammer, dem Marienstift und den Geschädigten zustehen soll.

Originaldatierung:
Die felicis coronationis nostrae, quae fuit decima septima die junii (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. noch nicht aufgetaucht, der Kop. zufolge in Lat. - Kopp.: Inseriert in der Urk. des Elekten Ernst von Köln von 1587 August 8, erhalten in 2 Abschriften. not. begl. v. Friedrich Siegers, StadtA Aachen (Sign. RKG A 25/37, jeweils 4 Bll.) (17. Jh.). - Abschrift ebd. (Sign. Hs. 280, S. 209-211) (17./18. Jh.).

Reg.: Chmel n. 606.

Anmerkungen

  1. 1Es handelt sich offenbar um eine Urk. von 1349 Juli 25. Druck: MGH Const. 9, n. 412 und Teichmann, Aachen in Philipp Mouskets Reimchronik, S. 127ff., n. 22. Reg.: RI VIII, n. 6613 und Regg. Aachen 2, n. 838.
  2. 2Die Urk. ist in der unter Anm. 1 genannten inseriert. Druck: Aachener Urkunden, n. 92 von 1226 Juni (nach Org.); Reg.: RI V, n. 1645 mit verbessertem Nachtrag.
  3. 3Die Urk. konnte nicht verifiziert werden.

Nachträge

Nachträge (1)

Nachtrag von Volker Manz, Berlin, eingereicht am 01.03.2011.

"Elekt (Johann) von Lüttich", diese Angabe erscheint irrtümlich zu sein, da Bf. Johann von Lüttich von 1419-1456 das Bistum innehatte. Bei Gatz (Bischöfe Bd. 2) wird kein Elekt in diesem Zeitraum erwähnt.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 7 n. 6, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-06-17_1_0_13_7_0_11168_6
(Abgerufen am 16.10.2019).