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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 7

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Kg. F. teilt den Ebb. von Mainz, Trier und Köln, dem Pfgf. bei Rhein, den Hzz. von Geldern, Jülich und Kleve, den Gff. von der Mark, Moers, Blankenheim, Virneburg, Sayn und Tecklenburg, den Edelherren von Heinsberg, Neuenahr, Reifferscheid, Limburg, Saffenberg, Tomburg und zur Lippe, den Bgff. von Drachenfels, Rheineck, Landskron, Arenfels, Hemmersbach sowie den Städten Köln, Lüttich, Aachen, Dortmund, Koblenz, Andernach, Bonn, Neuss, Soest und Münster und allen anderen Reichsuntertanen mit, sowohl K. Friedrich II.1 wie auch K. Karl IV.2 hätten Gesetze und Bestimmungen zur Verteidigung kirchlicher Freiheiten erlassen und diesbezüglich Übereinkünfte cum pluribus communitatibus geschlossen, die von seinen Vorgängern bestätigt worden seien. Da die Geistlichkeit in Stadt und Diözese Köln dennoch vielfach an Leib und Gut geschädigt wird, nimmt er sie in seinen besonderen Schutz und bestätigt ihr alle Privilegien seiner Vorgänger, die seinerzeit Papst Martin V. in seiner Urkunde ausführlich beschrieben hat3. Er ernennt die Adressaten zu Exekutoren, die einzeln oder zusammen, persönlich oder durch Beauftragte unter Androhung einer Strafe von 50 Mark Gold, zahlbar an die kgl. Kammer, innerhalb eines Monats nach Aufforderung gegen die Verletzer jener Privilegien zur Exekution schreiten sollen, sofern jene nicht binnen einer von ihnen oder ihren Beauftragten festgesetzten Frist Schadenersatz leisten und die in den Privilegien vorgesehenen Strafen bezahlen. Er ermächtigt sie, die Übeltäter gefangen zu setzen und in seinem Namen ihre Habe zur Wiedergutmachung heranzuziehen, und versichert ihnen, daß das, was sie in dieser Angelegenheit unternehmen, mit seiner hiermit ausdrücklich erteilten Zustimmung geschieht.

Originaldatierung:
Die vicesima mensis maii (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Conradus prepositus Viennensis canc. (nach Kop.)

Überlieferung/Literatur

Org. noch nicht aufgetaucht, den Kopien zufolge in Lat. - Kop.: Inseriert in der Urk. K. F.'s von 1475 Oktober 2, die ihrerseits inseriert ist in einer Urk. K. Karls V. von 1531 August 25, die wiederum im Notariatsinstrument des Kölner Kler. und ebfl. Schreibers Cratho de Leyten von Wetter vom 12. Januar 1532 inseriert ist, HASt Köln (Sign. St. Kunibert, Urk. 1/724). - Ebenso ebd. (Sign. St. Andreas, Urk. 1/416). - Ebenso ebd. (Sign. St. Georg, Urk. 1/278). - Inseriert in der Abschrift der gen. Urk. Karls V., ebd. (Sign. Actus et processus 25, fol. 123v-131r) (17. Jh.). - Abschrift der Urk. K. F.'s ebd. (Sign. Actus et processus 25, fol. 58r-61r) (17. Jh.). - Abschrift ebd. (Sign. Bestand 1001, Alfter, n. 12, S. 339-343) (18. Jh.).

Vgl. die Bestätigung von 1475 Oktober 2, s. unten H. 7 n. 539.

Druck: Lünig, Reichsarchiv 16 S. 582f. n. 163 (ohne Tag u. Monat). - Vgl. RTA 15, n. 171.

Reg.: Mitt. StK 24, S. 161. - Vgl. Mitt. StK 50, S. 107f., n. 438.

Anmerkungen

  1. 1Gemeint ist offenbar die "Constitutio in basilica S. Petri" von 1220 November 22: MGH Const. 2, n. 85; RI V, n. 1203.
  2. 2Es handelt sich wohl um die sog."Karolina de ecclesiastica libertate" von 1354ff., RI VIII, n. 1718 passim. Siehe ausführlich dazu Hölscher, Kirchenschutz, S. 84ff.
  3. 3Vgl. die Bulle von 1417 Dezember 16 bei Goldast, Reichssatzung, Bd. 1, S. 160-162.

Registereinträge

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 7 n. 1, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1440-05-20_1_0_13_7_0_11163_1
(Abgerufen am 17.07.2019).