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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 4

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K. F. erbietet sich gegenüber Kg. Georg von Böhmen zu völligem gütlichen oder rechtlichen Austrag seiner vermeintlichen Ansprüche an ihn. Er teilt ihm mit, daß er dieses Angebot auch seinem Bruder Hz. Albrecht unterbreitet hat und betont, daß er damit seiner Pflicht nachkommen will, sich als K. und damit als obrist heubt, ordenlicher richter und rechter herre des rechtens und der gerechtikait in allen werntlichen sachen auch selbst der ksl. Gewalt zu unterwerfen. In Anbetracht des bisherigen guten Einvernehmens, der bestehenden Vereinbarungen sowie der besonderen Gunst und Ehrungen, die er ihm (Georg) vielfach hat zuteil werden lassen, und nicht zuletzt deshalb, weil er keinen Anlaß für eine Auseinandersetzung zwischen ihm und sich sowie zwischen sich und Hz. Albrecht sieht, hat er den Gerüchten, sie beide beabsichtigten einen Krieg gegen ihn und seine Länder, bisher keine Beachtung geschenkt. Sollte er sich irren, so enthebt ihn (Georg) dieses Erbieten jeder Veranlassung zu militärischem Vorgehen, weshalb er ihn als geswornnen curfursten bei seinen Pflichten ihm als K. gegenüber ermahnt, davon Abstand zu nehmen sowie Hz. Albrecht und anderen ebenfalls davon abzuraten und ihnen keinerlei Hilfe gegen ihn zukommen zu lassen; dies sei er dem K. und sich selbst von unser, des heiligen reichs und der gerechtikait wegen schuldig.

Originaldatierung:
Am sambstag nach sannd Erasm tage (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Inseriert in dem Schreiben K. F. an die Stadt Frankfurt von 1461 Juli 18 ( H. 4 n. 331) im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Kaiserschreiben V, 1).

Erwähnt von Janssen II in seinem Regest n. 260 des Schreibens an Frankfurt.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 4 n. 324, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1461-06-06_1_0_13_4_0_9894_324
(Abgerufen am 28.10.2020).