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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 4

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Kg. F. verschiebt mit Einwilligung beider Parteien den vormals1 von ihm auf sant Margareten tag (1447 Juli 12/13) anberaumten Rechttag zwischen Bürgermeistern und Rat der Stadt Frankfurt und Frank d. A. von Kronberg wegen Franks neuer Burg zu Rödelheim auf den nächsten Gerichtstag seines Kammergerichts nach sant Pauls tag conversionis (1448 Januar 25). Zu diesem Termin sollen beide Parteien ohne nochmalige Ladung erscheinen, wenn sie nicht bis dahin gütlich geeinigt worden sind. Dann soll in gleicher Weise, wie in der vormaligen Ladung ausgeführt, Recht gesprochen werden. Der Aufschub soll den Rechten beider Parteien unschädlich sein.

Originaldatierung:
An freytag nach sant Margareten tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Caspare canc. ref.

Überlieferung/Literatur

Org. im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Dörfer: Rödelheim, Mgb. E 25 n. 8 sub dat.), Perg., rotes S 11 rücks. aufgedrückt. - Kop.: Vidimus des Johann Blaßbalg, Dekan des Frankfurter St. Bartholomäusstifts, und des Heinrich Wullenstat, Dekan des Frankfurter St. Leonhardsstifts, vom 18. Dezember 1447 im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Dörfer: Rödelheim, Mgb. E 25 n. 8 sub dat.), Perg., braune SS d. Ausst. an Ps. - Abschrift in einem Kopialbuch ebd. (Sign. Dörfer: Rödelheim, Mgb. E 25 n. 15 sub dat.), Pap. (15. Jh.). - Abschrift ebd. (Sign. Dörfer: Rödelheim, Mgb. E 25 n. 8 sub dat.), Pap. (15. Jh.).

Seit der letzten Ladung hatte sich die Prozeßlage insofern zugespitzt, als am 15. Juni 1447 auch Franks andere Rödelheimer Mitganerben Heinrich von Rödelheim, Henne von Wasen zu Babenhausen, Wenzel von Cleen und Philipp von Rödelheim den Kg. gegen Frank angerufen hatten, da ihre Rechte an der alten Burg durch Franks Neubau bewußt beeinträchtigt, nämlich sie entgegen dem Burgfrieden Rödelheims uberbuwet würden. Damit würden auch die Rechte von Kg. und Reich verletzt. Am 27. Juni 1447 indessen ersuchten Frankfurt und Frank den Kg. gemeinsam um einen Aufschub des Rechttages, da etliche ehrbare Leute den Versuch unternähmen, sie gütlich zu einigen, woraufhin der Kg. den vorliegenden Aufschub erließ. Da dieser Einigungsversuch jedoch scheiterte, bevollmächtigten die Frankfurter am 14. Dezember 1447 ihren Schultheißen Hermann von Hochweisel, den Schöffen Wicker Frosch, den Ratsherrn Johann Hane und den Schreiber Johann Bechtenhenne zu dem anberaumten Rechttag. Alles nach den Kopien im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Dörfer: Rödelheim, Mgb. E 25 n. 8 und n. 15 sub dat.), Pap. (15. Jh.).

Anmerkungen

  1. 1Vgl. die Ladung ( H. 4 n. 114) vom 12. April 1447.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 4 n. 117, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1447-07-14_1_0_13_4_0_9687_117
(Abgerufen am 24.09.2020).