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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 4

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Kg. F. teilt Mgf. Albrecht von Brandenburg, Bggf. zu Nürnberg, ausführlich den Inhalt seines am gleichen Tag an Bartholomäus Truchseß (von Pommersfelden), den Landrichter des Landgerichts (des Burggrafentums) zu Nürnberg, gerichteten Mandats1 mit, in welchem er diesem befiehlt, in dem zunächst vor K. Sigmund2 und dann vor dem Landgericht zu Nürnberg anhängigen Prozeß zwischen Frankfurt und Neumarkt wegen deren Zollfreiheit, der schließlich aufgrund einer Appellation gegen das landgerichtliche Verfahren wieder an unser vorfaren3 und schließlich an ihn (Kg. F.) gekommen und dort noch anhängig sei, nichts mehr zu unternehmen, und bittet den Mgf. dafür zu sorgen, daß der Landrichter diesem Mandat vollkommen Genüge leistet.

Originaldatierung:
An sonentag vor sannd Gallen tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Vlricus Sunnenberger canonicus Pataviensis (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Vidimus des Johann Blaßbalg, Dekan des Frankfurter Bartholomäusstifts, und des Johann Grünauer, Dekan des Frankfurter Liebfrauenstifts, von 1442 November 3 im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Rachtungen n. 1269 sub. dat.), Perg., schwarze SS d. Ausst. an Ps.

Anmerkungen

  1. 1Vgl. H. 4 n. 50.
  2. 2Wenngleich nicht in den RI XI, so finden sich im StadtA Frankfurt/M. (Sign. Rachtungen, jeweils sub dat.) ausreichende Hinweise auf die gegen 1434 einsetzende Prozeßführung am Hofgericht K. Sigmunds, so die Frankfurter Bestellung von Sachwaltern vom 10. Februar und 29. März 1434 und vom 9. September 1435 sowie die von diesen am 3. Oktober 1435 vorgenommene Vollmachtsübertragung auf den ksl. Hofgerichtsnotar Hans Geisler von Münden. Zum Fortgang des Prozesses Frankfurts mit Neumarkt, dessen Zollfreiheit den RI XI n. 7793 zufolge offenbar auch andernorts umstritten war, unter Kg. F. s. H. 4 n. 57.
  3. 3Offenbar ist hiermit nur Albrecht II. gemeint, der am 17. Juli 1439 über die Frankfurter Appellation gegen das landgerichtliche Verfahren entschieden, die Zuständigkeit des kgl. Hofgerichts festgestellt und am Tage darauf den Gf. Johann von Wertheim an seiner Statt mit der Prozeßentscheidung beauftragt hatte, s. RI XII n. 1100 und 1102.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 4 n. 51, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-10-14_4_0_13_4_0_9621_51
(Abgerufen am 25.02.2021).