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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 35

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K.F. bestätigt, dass laut ihren beiden wörtlich inserierten Urkunden von 1482 Oktober 31 Eb. Bernhard von Salzburg und Eb. Johann von Gran übereingekommen sind, die Bernhard für die Übertragung der Administration des Stifts Salzburg von Johann zugesagte jährliche Pension in Höhe von 4.000 fl. ung. zu mindern,1 weil das Stift Salzburg durch Krieg und andere zufallennde widerwertickeit in swer abnemen gekommen ist, und Bernhard dafür das von Johann innegehabte Bistum Wien als Administrator auf Lebenszeit für 2.000 fl. ung. die von der jährlichen Pension abgezogen werden, einnehmen soll. Der K. bewilligt als Stifter des Bistums Wien für sich und seine Erben unwiderruflich diese hanndl(ung) und annemen und verfügt, dass Eb. Bernhard das Bistum Wien mit allen Obrigkeiten, Herrlichkeiten, Gefällen, Renten, Zinsen, Nutzen, Gülten sowie geistlicher und weltlicher Jurisdiktion und allem, was dazu gehört, selbst oder mittels seines Anwalts auf Lebenszeit unverseczt und unverkumert innehaben und nutzen soll. Er gebietet allen Untertanen bei Vermeidung seiner Ungnade und Strafe die Beachtung dieses Privilegs.

Originaldatierung:
Am newndten tag des monets Novembris.
Kanzleivermerke:
KVr: C.d.i.p. – KVv: Gran (rechter Blattrand).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1482 XI 9), Perg., anh. S an Ps (fehlt).

Lit.: Geschichte Salzburgs I/1 S. 536–567; Zaisberger, Rohr S. 79–87, (unvollständiger) Druck der Urkunde ebd. S. 202–206 n. 54.

Anmerkungen

  1. 1Siehe die den Verhandlungen zwischen Eb. Bernhard von Salzburg und Eb. Johann von Gran gefolgte Abdankungsurkunde Bernhards von Rohr von 1481 November 29, die gedruckt ist in Zaisberger, Rohr S. 179–186 n. 46.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 35 n. 217, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d484d173-f9c2-4934-b3ac-fe32dd6ceccd
(Abgerufen am 31.01.2023).