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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 31

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K.F. bestätigt Hans Fieger1 und dessen ehelichen Leibeserben rechter wissen das in der Mitte des Briefes farbig gemalte Wappen in Form eines roten Schildes, in dem zwei aus einem Stamm mit zwei Stengeln und zwei Wurzeln entspringende weiße Kleeblätter abgebildet sind und auf dem sich ein Helm mit einer roten und einer weißen Helmdecke und darauf gleichfalls ein weißes Kleeblatt mit drei Wurzeln, bedeckt von einer schwarzen Straußenfeder, befinden. Er bessert es ihnen zugleich aus ksl. Machtvollkommenheit in crafft diss briefs in der Weise, dass es fortan mit einer gelben oder goldfarbenen Krone gekrönt und geziert sein soll. K.F. bestimmt, dass die Begünstigten dieses Wappen jederzeit in allen ritterlichen Angelegenheiten zu schümpf und zu ernste, auch im Siegel allenorts gebrauchen dürfen wie die anderen Wappengenossen und rittermäßigen Leute im Reich. Er befiehlt allen geistlichen und weltlichen Fürsten, Gff. etc. Herolden, Persevanten, Bürgermeistern etc. sowie allen übrigen Reichsuntertanen unter Androhung seiner und des Reiches schweren Ungnade, Fieger und dessen Erben dieses Recht unbeeinträchtigt genießen zu lassen, jedoch unbeschadet der Rechte anderer, die möglicherweise ein gleiches Wappen führen.

Originaldatierung:
Am füngstag sanct Oswaldtstags (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i. Ulricus Werzle vicecanc. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert, der Kop. zufolge jedoch mit anh. S. – Kop.: Abschrift des öff. Notars Maximilian Andreas Schremer vom 12. März 1701, beglaubigt vom öff. Notar Christian Reinach am 14. Juni 1731, im StA Hamburg (Sign. 732–1 Sammlung Trummer, Adels- und Wappenbriefe sub dat.), Pap., rotes S unter dem Text.

Druck: Schloss Friedberg und die Fieger in Tirol S. 22 (Auszug).

Reg.: Loose, Sammelgut S. 704.

Anmerkungen

  1. 1Hans Fieger entstammte einer reichbegüterten Familie aus Hall in Tirol und war dort Bürgermeister, s. Schloß Friedberg und die Fieger in Tirol S. 21–24.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 31 n. 85, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/eabf3f3f-2be0-4edf-971e-01c0f2f9588b
(Abgerufen am 08.08.2020).