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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 31

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Kg.F. bekundet, dass sein Vorgänger K. Sigmund auf Klage Hz. Adolfs (II.) von Jülich, Geldern und Berg das Hzm. Geldern und die Gft. Zutphen und deren Einwohner sowie Arnold von Egmont1, der sich Hz. von Geldern nennt und die genannten Gebiete widerrechtlich usurpiert hat, wegen ihres Ungehorsams gegenüber K. und Reich laut der darüber ausgestellten ksl. und kgl. Briefe in die Acht und Aberacht erklärt2 und nach dem Tod Adolfs Hz. Gerhard (VII.) von Jülich, Geldern und Berg, Gf. von Zutphen und Ravensberg, als dessen nächsten männlichen Lehnserben, Verwandten und Nachfolger mit diesen Fürstentümern belehnt habe.3 Damit Gerhard sein Recht an Geldern und Zutphen besser wahrnehmen kann, bestätigt er aus kgl. Macht mit Rat der Fürsten, Edlen und Getreuen ex certa scientia die von K. Sigmund gegen Arnold von Egmont sowie gegen Geldern, Zutphen und deren Einwohner verhängte Acht und Aberacht in allen Punkten und Artikeln, als seien sie hier alle wörtlich aufgeführt. Kg.F. bekräftigt zugleich aus kgl. Machtvollkommenheit die Rechte Gerhards, die dieser ungehindert in gleicher Weise wie Hz. Adolf besitzen soll, und befiehlt allen geistlichen und weltlichen Fürsten, Gff. Freiherrn, Rittern etc. sowie allen übrigen Reichsuntertanen unter Androhung seiner und des Reiches schweren Ungnade und der in den Acht- und Aberachtbriefen vorgesehenen Strafen, diese Rechte zu beachten und entsprechend den deshalb ausgegangenen Briefen zu schützen.

Originaldatierung:
In vigilia sancti Petri ad vincula (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Hermann(u)s Hecht (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert, der Kop. zufolge in Lat. – Kop.: Abschrift in den Novellae Imperatoriae des Melchior Goldast von Haiminsfeld in der SUB Bremen (Sign. msa 100, fol. 285r–v), Pap. (17. Jh.).

Druck: Lünig, Cod. Germ. Dipl. 2 Sp. 1811f. n. 53.

Reg.: Regg.F.III. H. 5 n. 33 (zu Aug. 1, nach unzureichender Überlieferung).

Lit.: Böck, Herzöge S. 402f.

Kommentar

Siehe n. 245.

Anmerkungen

  1. 1Siehe zur Person Arnolds von Egmont Böck, Herzöge S. 377–536.
  2. 2Siehe die Erklärung der Acht am 17. Juli 1431, der Aberacht am 6. November 1433 sowie die Bestätigung beider am 16. September 1437 durch Sigmund als König bzw. Kaiser in den RI XI n. 8712., n. 9771f. und n. 12092, s. dazu Jappe Alberts, De Staten van Gelre en Zutphen 1 S. 140–142; Hout, Arnold von Egmond; Ehm, Der übermächtige Nachbar (2005) S. 99; Böck, Herzöge S. 396–402.
  3. 3Die Belehnung erfolgte am 13. September 1437, s. RI XI n. 12079.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 31 n. 14, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d2239b3c-4d3f-4bdc-85ce-45e432ad26f1
(Abgerufen am 03.03.2021).