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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 30

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K.F. erklärt von ksl. Macht seine Zustimmung zur Königswahl seines Sohnes Maximilian, nachdem die Kff. auf seinen Vorschlag hin und eingedenk seiner bewilligung und vetterlicher neygung zur Ehre des hl. Reiches und der Deutschen Nation diesen aus warem gutem grunt zum römischen König gewählt und ihm dies durch ihr Dekret angezeigt haben. Gleichzeitig hebt er alle der Wahl entgegenstehenden Verordnungen seiner Vorgänger oder anderer zu disem mal auf, betont aber, dass sie künftig weiterhin gültig sein sollen und er als römischer K. auf Lebenszeit bey regirung und aller oberkeit und gewaltsam des heiligen reichs unnser lebtag lanng beleiben werde. Nachdem K.F. Kg. Maximilian von der kfl. Entscheidung in Kenntnis gesetzt und dieser die Wahl angenommen habe1, gebietet er bei Androhung der Strafe, die auf Beleidigung der ksl. Majestät steht, allen Kff. Fürsten, Prälaten, Gff. Freiherren, der Ritterschaft und den Städten sowie allen Reichsuntertanen, dass sie Maximilian als Kg. mit eren, wirden, titteln und namen anerkennen.

Originaldatierung:
Am sechtzehennden tag des monets februarii.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. – KVv: Rta Caspar Perenwert. Als keyser Friderich das decret und wale des romischen konigs Maximilians etc. annymbt und bekrefftigt (Mitte).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1486 II 16), Perg., rotes S 18 in wachsf. Schüssel mit wachsf. S 16 rücks. eingedrückt an Ps. – Kop.: Zeitgleiche Abschrift im HHStA Wien, RR T fol. 2v.

Druck: RTA M. R. 1 S. 192–194 n. 192 (mit weiteren Nachweisen); Müller, Reichs Tags Theatrum Maximilian 1, S. 13f. n. 5; Lünig, RA 4 S. 282f. n. 202 (fehlerhaft und auf Februar 17 datiert); Goldast, Reichs-Händel S. 7f.

Reg.: Ein ausführliches Regest mit Kommentar und Literaturangaben auf Grundlage einer Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert s. Regg.F.III. H. 8 n. 444, H. 4 n. 900, H. 11 n. 553 und H. 20 n. 287.

Anmerkungen

  1. 1Die Urkunde Kg. Maximilians an die Kff., worin er die Annahme seiner Wahl kundtut, ist im bearbeiteten Bestand (Sign. AUR 1486 II 16) überliefert, jedoch nicht die formelle Bitte K.F.s an seinen Sohn, die Wahl anzunehmen, wie sie in Goldast, Reichs-Händel S. 8, abgedruckt ist.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 30 n. 196, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1486-02-16_1_0_13_30_0_196_196
(Abgerufen am 25.11.2020).