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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 30

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K.F. quittiert Kaspar Rauber dessen Sendung von 100 fl. an die Dienstleute von Portenau.

Überlieferung/Literatur

Org. oder Kop. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert. – Dep.: Ergibt sich aus dem Schreiben Leonhard von Herbersteins, Hauptmann zu Adelsberg und am Karst, Jörg Lambergers, Pfleger zu Ortenegg und Jörg Elachers, Hauptmann zu Tibein, an K.F. von 1485 November 27 im HHStA Wien (Sign. AUR 1485 XI 27), Pap., 2 grüne SS (Petschaften) der Ausst. (eine wurde offensichtlich nicht angebracht) rücks. aufgedr.1

Lit.: Zu Kaspar Rauber s. Leitner, Freiherren von Rauber S. 179.

Kommentar

Die Quittung für Rauber erwirkte Meister Bernhard Perger bei K.F. Herberstein, Lamberger und Elacher bezeugen, dass Rauber zum Schutz von Triest, Portenau und St. Veit am Pflaum für Sold, Bauten und weitere Erfordernisse zur Verteidigung eine Summe von 950 fl. und 34 Venediger Sch. aufgewendet hat, worüber Rauber noch keinerlei Quittung zugegangen war. Grund für diese Ausgaben war ein Vorstoß des Jakob Zeckl2, Hauptmann von Pettau, der aus der Windischen Mark mit den "Krabatischen" am St. Ruprechtstag (1485 September 24) über die Möttling, Gottschee, Reifnitz und Adelsberg gegen Triest zog und Rauber auf Geheiß K.F.s Herberstein, Lamberger und Elacher schriftlich um Unterstützung ersuchte, welcher diese auch durch Entsendung von Dienstleuten nach Triest nachgekommen sind. Am darauf folgenden Dienstag (September 27) ließen sich die Feinde vor der Stadt Triest sehen, weil sie davon Kenntnis hatten, dass Rauber einige Verräter gefangensetzen konnte, wodurch sie in ihrem Vorhaben verwirrt worden sein dürften. Rauber und seine Leute erstürmten den Turm Prosecco nach drei Tagen Belagerung und lagerten bei St. Johann bei Tibein. Dorthin zog Zeckl mit 1.000 Mann Richtung Portenau. Im Hafen lag ein Schiff mit Kriegsgeräten und einigen hundert Fußknechten. Am hl. Franziskustag (Oktober 4) zog sich Zeckl mit seinen Leuten wegen Misslingens seiner Vorhaben zurück.

Anmerkungen

  1. 1Reg.: Lichnowsky (-Birk) 8 n.764 (tlw. gedruckt). Druck: FRA II/24 S. 359–361.
  2. 2Zeckl stand im Dienste Kg. Matthias’.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 30 n. 195, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1485-11-27_1_0_13_30_0_195_195
(Abgerufen am 02.03.2021).