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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 30

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K.F. teilt Bürgermeister, Richter und Rat der Stadt Wien mit, dass er dem Wiener Bürger Wolfgang Widmer sein Haus zum guldein engel samt Nebenhaus verkauft habe. Er befiehlt, dem Widmer darüber entsprechende Urkunden auszustellen und sie diesem in das Grundbuch der Stadt Wien auf Kauf, Nutzen und Gewähr einzutragen.

Originaldatierung:
An mittichen nach dem sonntag Invocavit in der vasten (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: fehlt. – KVv: Den ersamen weysnn unnsernn besonnder lieben und getrewen n. dem burgermaister richter und rate zu Wienn. (Adresse, nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert. – Kop.: Zeitgleiche Abschrift im HHStA Wien (Sign. AUR sub dat. 1485 II 25), Pap., mit Hinweis auf das Sekretsiegel K.F.s, Auszug aus dem Gewährbuch der Stadt Wien, den Wolfgang Widmer anfertigen hat lassen, Kopialheft fol. 2r.

Reg.: Lichnowsky (-Birk) 8 n. 715; Opll/Perger, Friedrich III. und die Wiener S. 80 n. 201.1

Darin erwähnt n. 161.

Das Libell beinhaltet außerdem folgende Abschriften: (A) und (B): Zwei Empfangsbestätigungen über Nutz und Gewähr über die genannten Häuser, wobei eine Nota darauf hinweist, dass dem Buch Urkunden über den Häuserverkauf K.F.s beiliegen (fol. 2v–3r, beide 1485 Februar 28); (C) K.F. an Wolfgang Widmer, dieser solle dem Martin Burger zur Abrechnung mit den Söldnern eine Anzahl Kufen Salz geben (fol. 3v, 1483 April 10, s. n. 25); (D) ein Bestätigungsbrief des Bürgermeisters Laurenz Heiden und des Hubschreibers und Forstmeisters Martin Burger über die Abfertigung der Söldner mit Salz durch Wolfgang Widmer, das diese empfangen haben (fol. 4r, 1483 April 22); (E) Quittbrief der Söldner über den Empfang des Salzes von Lienhard Preissl anstelle Wolfgang Widmers (fol. 4r, 1483 Mai 17); (F) Sigmund Prueschenk an Wolfgang Widmer mit dem Hinweis auf die Auszahlung von 500 Dienstleuten in beiden Neuburg (Klosterneuburg und Korneuburg) mit Salz wie vereinbart (fol. 4v, 1483 Februar 9); (G) Widmer an K.F., dass er Prueschenk nach seinem Befehl zur Bezahlung der Dienstleute das geforderte Salz gegeben habe, dass aber Moretschko, der Hauptmann König Matthias’, nach Schwadorf gekommen sei, dort ksl. Salzvorräte teils verbrannt, teils versenkt sowie das Transportschiff geraubt habe (fol. 4v, 1483 Februar 23).2

Lit.: Opll/Perger, Friedrich III. und die Wiener S. 115, zu Wolfgang Widmer s. ebd. S. 107.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 30 n. 162, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1485-02-23_2_0_13_30_0_162_162
(Abgerufen am 18.09.2021).