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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 30

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K.F. befreit mit wolbedachtem mut, gutem rate, eigner bewegnuss und rechter wissen die Untertanen Eb. Johanns von Gran, Administrators von Salzburg, vom Landgericht, den Westfälischen Gerichten oder anderen fremden Gerichten und bestimmt, dass sie allein vor dem Eb. von Gran als ihrem Landesherrn und Fürsten zu Recht zu stehen haben. Im Falle offenkundiger Rechtsverweigerung dürfen Kläger allerdings ihr Recht an fremden Gerichten suchen, da inen das fuglich ist und sich geburet. K.F. erklärt von ksl. Macht alle Klagen und Urteile, die diesem Privileg widersprechen – ausgenommen jene vor ihm und dem Kammergericht – für ungültig. Er gebietet allen Kff. Fürsten, etc. und alle Untertanen unter Androhung der Ungnade und einer Pön von 50 Mark Gold, die zur Hälfte in die ksl. Kammer und zur Hälfte an den Eb. von Gran oder seine Nachfolger unableslich zu bezahlen ist, die Beachtung dieser Freiheit.

Originaldatierung:
Am zweintzigisten tag des monets marcii.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. – KVv: Rta Caspar Perenwert.

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1483 III 20), Perg., wachsf. S 15 mit wachsf. S 16 vorders. eingedr. an purpurf. Ss.

Druck: Fricke, Ausstrahlung S. 623.

Reg.: Kleinmayr, Abhandlung Salzburg S. 208.

Kommentar

Den Bürgern der Stadt Salzburg hatte K.F. schon am 12. Dezember 1481 und erneut am 2. November 1482 ein Nonevokationsprivileg erteilt. Der Text dieser Privilegien ist nahezu ident mit dem vorliegenden Text.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 30 n. 19, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1483-03-20_1_0_13_30_0_19_19
(Abgerufen am 25.02.2020).