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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 3

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K. F. bekennt, daß Gf. Philipp von Hanau und Bürgermeister und Rat der Stadt Frankfurt ihre langjährige Zwietracht von des lanntgerichts und der zennt wegen zu Bornheimer perg gehörig im Anschluß an ein von ihm (K. F.) und seinem Kammergericht zuletzt gefälltes gütliches Urteil1 für ewige Zeiten beendet haben und bestätigt den mit seinem Einverständnis abgeschlossenen inserierten Vertrag von sannt Ambrosien des heiligen bischofs tag 1481 (April 4)2, erklärt alle früheren Urteile für ungültig, bestimmt, daß das Hanau zugesprochene Landgericht und die Zent über die 16 Dörfer, da der Bornheimer Berg mit Bornheim, Hausen und Oberrad Frankfurt zuerkannt wurde, künftig in Bergen wie vormals in Bornheim abgehalten werden soll, und befiehlt vor allem Zentgrafen und Einwohnern der 19 Dörfer die Einhaltung bei einer Pön von 100 Mark Gold.

Originaldatierung:
Am achtzehenden tag des monets novembris.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. - KVv: Rta Caspar Perenwert (Blattmitte); Die kaiserliche confirmacion uber den Bornheymer bergh besagend (Empfängervermerk auf der Rücks.).

Überlieferung/Literatur

Org. im Hess. StA Marburg (Sign. O. I. d., n. 309), Perg., wachsfarbenes S 15 mit wachsfarbenem S 16 vorn eingedr. an purpurner Ss. - Kop.: Abschrift ebd. (Sign. II. 255., Reichskammergericht, F 25, III., Vol. VII-171, fol. 134v-161r). - Ebd. (172, fol. 704v-706r). - Ebd. (F 26, fol. 15r-37r). - Ebd. (F 31 I, Vol. I, fol. 26r-51v). - Abschrift ebd., Kopiar 346, fol. 34r-37t (neue Zählung). - Extrakt ebd. (II. 255., Reichskammergericht, F 29, Vol. I, fol. 66). - Regest ebd., Kopiar 502, fol. 15 (41).

Druck: Lünig, Reichsarchiv 13 S. 641-646 n. 135.

Reg.: Chmel n. 7706; Scriba, Oberhessen, n. 2557.

Anmerkungen

  1. 1Eine diesbezügliche Urkunde von K. F. wurde noch nicht aufgefunden.
  2. 2In dem Vertrag tritt Frankfurt alle beanspruchten Rechte am Bornheimer Berggericht an Hanau ab. Die Stadt erhält die drei aus der Zent gelösten Dörfer Bornheim, Hausen und Oberrad, Hanau die übrigen 16 Dörfer der Zent zugesprochen. Im Rahmen der Klärung etlicher Einzelfragen verzichtet Frankfurt u. a. darauf, die Dörfer bei Rom- oder Kriegszügen auf Erfordern des Kaisers zur "Nachreise" aufzubieten. Damit war der wesentliche Anlaß für die langjährigen Auseinandersetzungen aus der Welt geschafft.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 3 n. 165, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1484-11-18_1_0_13_3_0_9533_165
(Abgerufen am 25.10.2020).