Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 3

Sie sehen den Datensatz 2 von insgesamt 202.

Kg. F. verleiht Gf. Reinhard von Hanau die Lehen seiner Vorfahren, namentlich die Burg Hanau; den Wildbann, genannt die Hanawe; sein und seiner Grafschaft Teil am Wildbann in der Dreieich, alsverr der geet, mit den zugehörigen Rechten; Gottfrieds von Stockheim Hof in Frankfurt; die sich über etwa 50 Morgen erstreckenden Wiesen im Königsforst bei Frankfurt; den Biegerberge zwischen Neidde und Breidenloch; das Gericht Motten (Mottgers) bei Schwarzenfels; Heuchelheim; den Wildbann von Gelnhausen zwischen der Frankfurter Straße und der Kinzig bis in die Breubach; das Gericht, genannt der Bornheimerberg bei Frankfurt mit Zugehörungen in allermass als er vom heiligen Reiche damit belechent ist; die Zölle zu Steinau an der Straße, zu Sterbfritz und Kesselstadt; die Münze zu Babenhausen; die Juden zu Hanau, Windecken, Friedberg, Babenhausen, Assenheim, Münzenberg und Nidda; die Freiheiten der Städte und Dörfer seiner Grafschaft und der irn als die von Frankhfurt und von Geilnhusen gefreyet sein; den Hof zu Bergen; freiheit und bestettung der Märkte in den Städten und Schlössern der Grafschaft; die Lehen, die ehedem Marquard von Haselstein besaß; alle anderen Gewohnheiten, Rechte etc. das Burglehen zu Rödelheim, nämlich den Dinghof zu Bergen mit seinen Zugehörungen; eine Hofstatt in der Rödelheimer Burg; das Burglehen zu Gelnhausen, nämlich den Dinghof zu Fahenhusen mit Zugehörungen; item die graffschafft zu Hanawe, czolle zu Gelnhausen sowie alles andere, was er zurechte von dem Reich zulehen und burglehen haben sol. Reinhard hat darüber den gewöhnlichen Eid geleistet. Der König bestätigt ihm auch alle Freiheiten, Briefe, Privilegien und Handfesten seiner Grafschaft und Herrschaft, die er und seine Vorfahren von Kaisern und Königen erhalten haben, sowie alle hergebrachten guten alten Gewohnheiten und befiehlt allen seinen und des Reichs Untertanen die Einhaltung dieser Bestätigung.

Originaldatierung:
Am nechsten suntag nach unseres herren froleichnams tage.
Kanzleivermerke:
KVr: A.rel.d. Ja(cobi) archiep(iscopi) Trev(erensis) etc. canc(ellarii) Henricus Leubing doctor p(ro)th(onotarius). - KVv: Rta Jacobus Widerl (Blattmitte); Lehenbrif der herschafft von Hanauwe vom Ryche (Empfängervermerk auf der

Überlieferung/Literatur

Org. im Hess. StA Marburg (Sign. O. I. q., sub dat.), Perg., rotes S 11 in wachsfarbener Schüssel mit rotem S 14 rücks. eingedr. an Ps. - Kop.: Vom Notar Konrad Lütter, Presbyter der Mainzer Diözese, beglaubigte Abschrift ebd., Kopiar 410 (15. Jh.). - Kop.: Beglaubigte Abschrift ebd., Kopiar 407 (1711). - Erwähnt im "Extract kayserlichen Reichslehenbrieffen", ebd. Kopiar 407 (17. Jh.).

Die persönliche Anwesenheit Reinhards von Hanau in Frankfurt belegen RTA 16, S. 371, 378, 608.

{Reg.: Scriba1 n. 1672.}

Registereinträge

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 3 n. 2, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-06-03_1_0_13_3_0_9370_2
(Abgerufen am 17.02.2019).