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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 29

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K.F. stiftet in Laibach bei der Nikolauskirche einen Dom samt Bischof, Dompropst, Domdekan und zehn Domherren sowie mit vier Domvikaren. Er tut dies zum Lobe der Dreifaltigkeit und der Jungfrau Maria sowie der heiligen Apostel Petrus und Paulus, des hl. Christopherus, der heiligen Märtyrer Hermagoras und Fortunatus, der heiligen Päpste Martin und Nikolaus sowie aller Heiligen, ebenso zur Förderung des Glaubens und zum Seelenheil seiner selbst, seiner Vorfahren und Nachkommen sowie zum Heil aller Seelen. Der K. inkorporiert der bischöflichen Mensa aus dem Besitz des Bistums Aquilea das Schloss Görtschach in der Umgebung von Laibach, das Kloster Oberburg sowie die Pfarrkirchen St. Peter zu Laibach, St. Martin zu Krainburg und St. Michael zu Bleiburg, er übergibt dem Dompropst die Pfarrkirche St. Peter zu Radmannsdorf und dem gesamten Domkapitel die Domkirche St. Nikolaus zu Laibach sowie die folgenden Pfarrkirchen, die allesamt ksl. Patronatskirchen sind: St. Peter zu Laibach, St. Veit bei Laibach, St. Peter in Naklas, Hl. Kreuz in Scharffenberg, St. Margarethe in Woditz (Bodiz); zusätzlich übergibt er an das Domkapitel die Kirchen St. Bartholomäus und St. Nikolaus zu Villach und die Kapelle St. Peter in Peischat. Der K. legt als Bistumswappen einen goldenen Schild mit doppeltem Adler fest, zwischen dem Adler einen silbernen Bischofsstab. Zeugen (huius nostre voluntatis testes): Die Kardinäle Bf. Nikolaus von Brixen, Kardinal von St. Petrus ad Vincula, und Bf. Peter von Augsburg, Kardinal von St. Vitalis; die Bff. Johann von Eichstätt, Johann von Freising, Ulrich von Gurk, erbländischer Kanzler (principatuum nostrorum hereditariorum cancellarius), sowie die Bff. Theobald von Lavant und Anton von Triest; die Hzz. Johann und Sigismund von Bayern und Wilhelm von Sachsen; die Mgff. Albrecht von Brandenburg, Hofmeister, und Karl von Baden; die Äbte Andreas von Admont, Johann von St. Lambrecht, Gerhard von Viktring, Hermann von Rein und Johann von St. Dreifaltigkeit zu Wiener Neustadt; die Pröpste Burkhard, Archidiakon zu Salzburg, Ulrich Riederer von Freising, Johann Hinderbach von Trient, Andreas von Seckau, Konrad von Trentschin, Wolfgang von Wiener Neustadt, Philipp von St. Hippolyt, Konrad von St. Andrä bei Freising und Heinrich Senftleben von Worms; die Gff. Ulrich von Schaunberg, Landeshauptmann in Krain, Hermann und Johann von Montfort, Ulrich und Hugo von Werdenberg und Johann und Sigmund von St. Georgen und Bösing; desweiteren Johann Giskra von Brandeis und Saros, Johann [Witowetz] von Seger, Erbmarschall Heinrich von Pappenheim, Leutold von Stubenberg, Nikolaus von Liechtenstein zu Murau, Rüdiger von Starhemberg, Georg von Volkersdorf, Georg von Kuenring, Pankraz von Plankenstein, Wilhelm von Pucheim, Andreas von Kraig, Heinrich von Streun, Ulrich Weltzli, ksl. Kanzler (Vlricus Wetzel cancellarius noster imperialis), Georg Fuchs von Fuchsberg, ksl. Hofmarschall, Dr. utr. iur. Hartung von Cappel, Fiskalprokurator, Berthold von Ellerbach, Ulrich von Fladnitz, Friedrich Abprecher, Viztum zu Cilli, Bernhard Krabatsdorffer, Georg von Saurau, Georg von Tschernembl, Hauptmann zu Adelsberg und am Karst, Georg und Christoph Ungnad, Anton und Andreas von Hollenegg, Johann von Rohrbach, Sigmund und Andreas von Weißpriach, Sigmund von Sebriach, Friedrich von Graben, Pankratz Rindscheid, Heidenreich Truchseß von Grub, Hans Pellendorfer, Hans Mühlfelder, Georg Kainacher (Kynacher), Wolfgang Ruckendorfer, Andreas Baumkircher, Gespan zu Preßburg, Ulrich Grafenegger, Gespan zu Ödenburg, Sigmund von Roggendorf, Verweser der Landeshauptmannschaft in Steiermark, Sigmund Kreuzer, Verweser der Landeshauptmannschaft in Kärnten, Wolfgang Forchtenauer, secretarius noster, Christian Geltprecht, cancellarie nostre ducalis taxator. Die sexta mensis decembris (nach Kop.).

Kanzleivermerke:
KVr: C.d.r.i.c. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. in den bearbeiteten Archiven nicht überliefert (das Org. wurde im Jahr 1493 durch einen Brand vernichtet). – Kop.: Inseriert in der Bestätigungsurkunde Kg. Maximilians I. von 1496 April 16, Augsburg, die in Form eines Libells überliefert ist im NŠAL (Sign. Best. 101 Nr. 520), Perg., S ehedem an purpurner Ss. ab und verloren.1 – Inseriert in derselben Privilegienbestätigung, die ihrerseits überliefert ist in einem Vidimus des Wilhelm von Auersperg, Landeshauptmanns in Krain, von 1499 März 20, Laibach, in Form eines Libells ebd. (ebd. Nr. 531), Perg, S ehedem an braun-weiß-grüner Ss. ab und verloren. – Abschrift ebd. (Sign. Best. 100 Sch. 84 Nr. 1), Pap. (15. Jh.). – Unvollständige Abschrift ebd. (ebd. Nr. 382), Pap. (15. Jh.). – Inseriert in der Privilegienbestätigung des Erzhz. Ferdinand II. von 1599 Oktober 1, Graz, die in Form eines Libells überliefert ist ebd. (Sign. Best. 101), Perg., rotes S in wachsfarbener Schüssel an grün-gelber Ss. (besch.). – Inseriert in derselben Privilegienbestätigung, die abschriftlich überliefert ist ebd. (ebd.), Pap. (18. Jh.). – Abschrift im ARS (Sign. Best. 730 Fasz. 180), Pap. (17. Jh.). – Zahlreiche weitere Abschriften und Exzerpte im ARS sowie im NŠAL.

Druck: Fiedler, Austria Sacra IV/7 S. 301-312; Klun, Diplomatarium Carniolicum II n. 49; Urkundenbuch für Vaterlandskunde 2 n. 44; Richter, Laibach n. 45; Zgodovinski zbornik 1 (1888) S. 6-8 und 2 S. 17-24; Znidarsic-Golec, Duhovniki S. 307–313 n. 1.

Reg.: Chmel n. 3911; Klun, Archiv Krain 1 S. 28; Lichnowsky(-Birk) 7 n. 611 (fälschlich mit November 6); Zisler, Stiftungen n. 45; Rübsamen, Zeugen n. 10.

Lit.: Dolinar, Ljubljanski škofje S. 20; Dolinar, Upodobitve ljubljanskih škofov S. 11.

Anmerkungen

  1. 1RI XIV n. 3893.

Registereinträge

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 29 n. 102, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1461-12-06_1_0_13_29_0_102_102
(Abgerufen am 26.05.2020).