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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 27

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K.F. ernennt den Ldgf. Hermann von Hessen, Domherrn zu Köln, aufgrund seiner Verdienste beim Widerstand gegen Hz. (Karl) von Burgund und auf Bitten von Kapitel, Prälaten, Gff. Ritterschaft und Städte des Kölner Stifts zum regirer des Erzstiftes Köln, weil die Differenzen Eb. Ruprechts mit dem Kölner Stift trotz Beendigung der zehnmonatigen Belagerung von Neuss durch Hz. (Karl) von Burgund noch nicht geregelt sind und er an anderer Stelle im Reich benötigt wird. Er stellt ihm einen kleinen Rat bei, bestehend aus Gf. Bertold von Henneberg, Dr. Georg Heßler oder dessen Bruder Hans und den Chorherren des Kölner Doms Dr. Ulrich Kreidweiß als Vertreter des Kapitels, Abt Wilhelm von Deutz als Vertreter der Prälaten, Gf. Heinrich von Nassau-Beilstein, Gf. Philipp von Virneburg und Gf. Friedrich von Wied als Vertreter der Gff. Johann (Rhein-)Breitenbach als Vertreter der Ritterschaft, Emmerich von Lahnstein als Vertreter der Städte und einen Delegierten der Stadt Köln. Er verpflichtet Ldgf. Hermann zusammen mit diesem kleinen Rat zum Wohle des Kölner Stiftes zu handeln, sich ihm (K.F.), dem Papst und dem Kapitel gegenüber treu und gehorsam zu verhalten und Schaden abzuwenden. Die dem Stift zustehenden Nutzen, Renten, Zinsen, Gülte und Zölle soll Ldgf. Hermann einnehmen und zum Wohl des Stiftes ausgeben, dafür Zöllner und Amtsleute einsetzen und abberufen, ihre Abrechnungen entgegennehmen und diese quitt machen. Weiters verfügt K.F. daß Ldgf. Hermann in das Stift Köln betreffenden Angelegenheiten von einem großen Rat beraten werden soll, der sich aus dem schon genannten kleinen Rat und folgenden Vertretern zusammensetzen soll: Domherr und Thesaurar Pfgf. Stephan bei Rhein als Vertreter des Kapitels, Gf. Georg zu (Sayn-)Wittgenstein (Wittstein), Propst von St. Gereon (zu Köln) als Vertreter der Prälaten, Gf. Gerhard von Sayn als Vertreter der Gff. Goswin Kettler, Johann von Gymnich und Voit von Bell als Vertreter der Ritterschaft, der lerer der heiligen geschrift Johann Berg und Dr. iur. utr. Johann von Erpel, Gerhard Roide als Vertreter der oberlenndischen Städte des Stifts, Johann Norptroide und Rembold Kreitfisch als Vertreter der niderlenndischen Städte sowie zwei Delegierte der Stadt Köln. K.F. fordert, daß Ldgf. Hermann bei seinem leiblichen eide schwört, bei Widerruf sein regiment über die Städte, Schlösser, Zölle, Nutzen, Renten, Gülte und Güter des Stiftes unverzüglich ohne Weigerung wieder abzutreten. Im Falle seiner Absetzung soll Hermann seine eigenen im Stift gelegenen Besitzungen behalten können, sofern er diese mit redlicher raittung beybringet.

Originaldatierung:
An eritag vor des heiligen crewtztag exaltacionis.

Überlieferung/Literatur

[Org. im StA Düsseldorf, der Corroboratio zufolge mit anhängendem ksl. Siegel]. – Kop.: Inseriert im Revers Hermanns von Hessen von 1475 September 14, Köln, im HHStA Wien (Sign. AUR Großformate 1475 IX 14), Perg., S des Ausst. und grünes spitzovales S Abt Wilhelms von Deutz, beide in wachsf. Schüsseln an Ps.1 Druck: Günther, Codex diplomaticus Rheno-Mosellanus 4 S. 631–636 n. 339 (datiert Sept. 8); Chmel, Mon. Habsb. I/1 S. 445–447 (in n. 160); UB Niederrhein 4 S. 475–477 n. 381 (datiert Sept. 8). Reg.: Chmel n. 7004; Lichnowsky(-Birk) 7 n. 1882; Regg.F.III. H. 7 n. 509 (datiert Sept. 8, nach unzureichender Überlieferung). Lit.: Fuhs, Hermann IV. von Hessen S.73ff.; zur Person Hermanns von Hessen vgl. auch n. 220.

Anmerkungen

  1. 1Druck: Chmel, Mon. Habsb. I/1 S. 445–447 n. 160; Reg.: Chmel n. 7005; Lichnowsky(-Birk) 7 n. 1883.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 27 n. 270, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1475-09-12_1_0_13_27_0_270_270
(Abgerufen am 18.09.2020).