Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 27

Sie sehen den Datensatz 192 von insgesamt 284.

K.F. überträgt Hans Zwickl, Stadtrichter von Leoben, und dem dortigen Bürger Paul Geblhofer sowie deren Erben die Maut und den Aufschlag für Vieh und Fell, welches aus dem lannd nach Leoben gebracht wird, sowie die Maut, die man zur Ausbesserung der Brücke und der Wege in Leoben einnimmt, samt Rechten, zustennden und Zubehör, wie es schon früher eingenommen und gehandhabt worden ist, einschließlich der Verdoppelung (zwispilung) auf zwei volle Jahre, beginnend mit dem Quatember vor Reminiscere des gegenwärtigen Jahres (1473 März 10) bis zum entsprechenden Tag (Februar 15) im Jahr 1475 bestandsweise gegen eine jährliche Abgabe von 1.240 Pfd. Pf. in landläufiger Münze, die an K.F. oder dessen Erben wie gewöhnlich zu den Quatembern ausbezahlt werden soll. Er verbindet damit die Auflagen, daß mit den Überschüssen die Brücke und die Wege in Leoben ausgebessert werden sollen und daß die die Maut passierenden Leute mit ihren Waren und Gütern nicht wider altes Herkommen und solch zwispilung belastet werden. Nach Ablauf der zwei Jahre müssen die Adressaten die Maut nach schriftlicher oder mündlicher Aufforderung widerspruchslos abtreten, andernfalls dürfen K.F. oder seine Erben sich am Hab und Gut der Empfänger schadlos halten.

Überlieferung/Literatur

Org. und Kop. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert. – Dep.: Erw. im Revers Hans Zwickls und Paul Geblhofers von 1473 März 16, Graz, im HHStA Wien (Sign. AUR sub dato 1473 V 4)1, Perg., 3 grüne SS der Ausst. und des Grazer Bürgermeisters Hans Bursner in wachsf. Schüsseln an Ps.2

Anmerkungen

  1. 1Der Revers ist mit eritag nach sannd Gregorien tag datiert. Graz als Ausstellungsort und der Grazer Bürgermeister als Mitsiegler machen eine Auflösung zu Gregorii in der fasten (12. März) wahrscheinlich, da sich K.F. im Jahr 1473 bis März 24 in Graz aufhielt (Heinig, Friedrich III./3 S. 1375) und Reverse üblicherweise zeitgleich oder kurz nach der entsprechenden Kaiserurkunde ausgestellt wurden.
  2. 2Reg.: Göth, Urkunden-Regesten 9 n. 622 (gibt als mögliche Datierungen März 16, April 27 oder Mai 11 an).

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 27 n. 192, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1473-03-16_1_0_13_27_0_192_192
(Abgerufen am 20.08.2019).