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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 26

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K.F. unterrichtet seinen Rat Bf. Rudolf (II.) von Würzburg von der Klage Sigmunds von Schwarzenberg d. Ä. der zufolge Sigmund von Thüngen und dessen Helfer unervolgt geburlichs rechtens entgegen den Bestimmungen der Goldenen Bulle1, seiner kgl. Reformatio2 und des zehnjährigen Landfriedens3 das schwarzenbergische Dorf Geiselwind überfallen, geplündert und gebrandschatzt, dessen Leuten ihr Gut genommen und diese in Gefangenschaft geführt und ihm erst danach zusammen mit Neithard von Thüngen ihre Absagebriefe zugesandt sowie ihn und seine Vetter Michael und Sigmund von Schwarzenberg und deren Leute mit Mord, Brand und auf andere Weise willkürlich geschädigt hätten. Er verbietet Rudolf unter Androhung der in den besagten Bestimmungen festgesetzten Strafen aus ksl. Machtvollkommenheit, Sigmund und Neithard von Thüngen und deren Helfer als Friedensbrecher in seinen Ländern, Herrschaften, Schlössern, Städten etc. und Gebieten zu beherbergen, ihnen zu helfen oder dies seinen Leuten zu gestatten.

Originaldatierung:
Am andern tag des monats januarii (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert. – Kop.: Abschrift des schwarzenbergischen Archivars Anton Mörath vom 19. Juli 1877 im SOA Třeboň oddělení Český Krumlov (Sign. RA Schwarzenberg, Lade 18), Pap. Reg.: RTA MR 2 S. 134 Anm. 2. Lit.: Thüngen, Geschlecht Thüngen, Andreasische Linie 1 S. 194.

Anmerkungen

  1. 1Es handelt sich um die Goldene Bulle K. Karls IV. von 1356, siehe MGH Const. 11 S. 537–633.
  2. 2Siehe n. 28.
  3. 3Vom 17. März 1486, siehe Regg.F.III. H. 4 n. 915.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 26 n. 762, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1487-01-02_1_0_13_26_0_762_762
(Abgerufen am 30.11.2020).