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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 26

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Kg.F. bekundet, daß Johann (von Carvajal), Kardinal von St. Angelus und Legat de latere des apostolischen Stuhls, einen allgemeinen Tag (generalem dietam) super festo sancti Egidii (Sept. 1) nach Wien einberufen habe, auf dem er (Kg.F.) und die Herren, Ritter und Knechte sowie Prag und die anderen Städte Böhmens zum Wohle und Nutzen dieses Kgr. und zur Befriedung seiner (Kg.F.) Fürstentümer und Herrschaften verhandeln sollen. Er erteilt dazu Ulrich und Heinrich von Rosenberg, Meinhard von Neuhaus, Alesch von Sternberg, Georg von Kunstadt und Podiebrad, Nikolaus und Zbinko Hase von Hasenburg, Hinko Krussina vom Schwamberg, Johann von Riesenburg und Rabi, Hassko von Waldstein, Wenzel von Michelsberg, Johann von Neuhaus, Zdenko von Sternberg, Johann und Heinrich von Kolowrat, Johann und Heinrich von Platz (Straz), Heinrich von Michelsberg (Michalowicz), Johann Borian (I.) von Guttenstein, Alesch von Seeberg, Wilhelm von Eulenburg, Johann von Smirschitz, Nikolaus von Lipa, Przibik von Klenau, Johann von Sutitz, Bohus und Zdenko von Postupitz, Jakob von Wrschowitz, Dietrich von Miletinek, Nikolaus und Johann von Lobkowitz, Johann von Militzin sowie den Vertretern von Prag und der anderen Städte zusammen mit allen geistlichen und weltlichen Angehö-rigen ihres Gefolges in einem Umfang von maximal 1000 Leuten und Pferden zusam-men und jedem einzelnen von ihnen ad festum sancti Galli proxime (Okt. 16) sein kgl. Geleit, damit sie in besagter Anzahl während dieser Zeit sicher durch alle Gebie-te und Gerichte seiner Herzogtümer nach Wien kommen, dort mit ihm die Verhandlungen führen und unabhängig von deren Ergebnissen ungehindert nach Hause oder wohin immer sie wollen mit all ihren Leuten und ihrer Habe zurückkehren können. Kg.F. gibt ihnen für sich sowie für alle Fürsten, Gff. Edlen, Ritter, die Wiener und die anderen Bürger, die zu seiner Herrschaft gehören, sein kgl. Wort, das sichere Geleit sine omni dolo et fraude zu beachten. Er sichert ihnen darüber hinaus zu, daß sein Geleit nicht beeinträchtigt sein solle, falls jemand aus ihrem Gefolge seine Untertanen schädigen oder beleidigen sollte oder dies umgekehrt geschehe, beide Seiten einander jedoch Genugtuung leisteten. Kg.F. befiehlt allen Untertanen seiner Fürstentümer und Länder, das Geleit der nach Wien kommenden Herren, Edlen, Bürger und Vertreter des Kgr. Böhmen sowie ihres Gefolges ohne Einschränkung zu beachten.

Originaldatierung:
Die undecima augusti.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. d(omino) Gaspare cancellario ref. – KVv: Rta Jacobus Widerl (Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. (Lat.) im SOA Třeboň (Sign. Historica 1036), Perg., anh. S an Ps. ab und verloren. Druck: Chmel, Anhang S. 100f. n. 83 (ohne Datum). Reg.: Chmel n. 2472 (ohne Tagesdatum); Lichnowsky (-Birk) LB 6 n. 1402. Lit.: Palacky, Geschichte von Böhmen 4, 1 S. 192f.; Urbánek, České dějiny 2 S. 283f.

Kommentar

Siehe n. 473 und n. 477.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 26 n. 476, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1448-08-11_1_0_13_26_0_476_476
(Abgerufen am 02.12.2020).