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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 25

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Kg. F. verlegt auf Bitten einer Botschaft von Bürgermeistern, Rat und Bürgern der Stadt Mainz den diesen von K. Karl IV.1 für die Zeit von suntag, so man singet Circumdederunt, bis zum suntag Reminiscere2 verliehenen ewigen Jahrmarkt mit allen Rechten, Freiheiten und Sicherheiten auf die Zeit von sand Bonifacien tag (Juni 5) bis zum ersten tag, zu latein genant kalende des moned julii (Juli 1), da aufgrund frostiger Witterung auf dem Rhein keine Schiffe führen und somit die Besucher ausblieben. Der Kg. nimmt, wie auch schon K. Karl IV. die Bürger von Mainz und alle Besucher für die Zeit ihres Marktaufenthaltes sowie während ihrer An- und Abreise in seinen und des Reiches besonderen Schutz und gewährt ihnen Geleit zu Wasser und zu Land, wo sy wanndeln, reiten, varen oder flöss(e)n. Er gebietet allen geistlichen und weltlichen Fürsten, Gff. etc. und Reichsuntertanen aus kgl. Macht sowie bei seiner und des Reichs schweren Ungnade die Beachtung dieses Privilegs.

Originaldatierung:
An freitag nach sand Peters tag ad vincula.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. d(omino) Silvestro ep(iscop)o Chiemen(si) ref(erente).

Überlieferung/Literatur

Org. im StadtA Mainz (Sign. Urkundenreihe sub dat.), Perg., mit anh. S wohl an Ss. (ab und verloren).

Anmerkungen

  1. 1Marktprivileg K. Karls IV. von 1348 Februar 16, s. RI VIII n. 618.
  2. 2Dieser Zeitraum zwischen dem 9. Sonntag vor Ostern und dem 2. Fastensonntag umfasste etwa vier Wochen und begann, je nach Ostertermin, frühesten Mitte Januar und endete spätestens Mitte März.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 25 n. 51, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1447-08-04_1_0_13_25_0_51_51
(Abgerufen am 20.09.2019).