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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 25

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Kg. F. entspricht Eb. Dietrichs von Mainz ve(r)schr(ieben) und verbotschefftet Bitte1 und ernennt ihm zu sunderm gefallen Eb. Jakob von Trier zu unser(e)m canczler unser romischen kanczly, in der Hoffnung, dass dieser sie wohl versorgen werde. Was der Kg. den beiden Ebff. an Förderung und Gnade erweisen kann, will er tun, wie auch er von ihnen truwe und bystendigkeit erwartet.

Originaldatierung:
Am mitwochen nach sant Jacobs tag des heilig(en) zwolffpot(en) (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: M(anu) p(ropria) d(omini) r(egis)2 (nach Kop.). – KVv: Dem erwirdigen Dietherichen erczbischoven zu Mencze, des heyligen romischen richs in Germanien erczkanczler, unserm lieben neven unnd churfursten (Adresse) (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearb. Bestand nicht überliefert; einer Bemerkung im Anschluss an die Abschrift des genannten schriftlichen Gesuchs Eb. Dietrichs von Mainz an den Kg. zufolge versigelt3 (s. Mainzer Ingrossaturbücher 28c, fol. 51v). – Kop.: Abschrift mit der Überschrift Responsio domini regis im StA Würzburg (Sign. Mainzer Ingrossaturbücher 28c, fol. 51v-52r), Pap. (15. Jh.). Druck: Gudenus, Cod. dipl. 4 S. 275f. n. 127; Seeliger, Erzkanzler S. 65 Anm. 2 (Auszug). Reg.: Chmel n. 333; RTA 16 S. 64 n. 23; Lichnowksy (‑Birk) 6 n. 253. Lit.: Erwähnt bei Joannis, Rerum Moguntiacarum 1 S. 756; Bachmann, Reichsgeschichte S. 85 Anm. 3 (falsch zu Juli 28); Bresslau, Urkundenlehre 1 S. 529. Zur Forschungsdiskussion s. Ringel, Personal S. 242-245, Miller, Jakob von Sierck S. 125ff. sowie Heinig, Friedrich III. S. 635ff.

Kommentar

In der Übertragung der Kanzleileitung sieht Voss ein taktisches Moment des Mainzer Erbischofs, der darauf abzielte, Einfluss auf die Kirchenpolitik Friedrichs III. zu nehmen, s. Voss, Dietrich von Erbach S. 123.

Anmerkungen

  1. 1Den auf sandt Peters tag ad cathedra 1441 (Februar 22) datierten Brief (RTA 15 S. 620f n. 336; Mainzer Ingrossaturbücher 28c, fol. 50v-51v) stellte der Trierer dem Kg. im Juli in Wien bzw. Wiener Neustadt persönlich zu, s. RTA 16 S. 64 Anm. 2 sowie Mainzer Ingrossaturbücher 28c, fol. 51v. Die beiden Kurfürsten hatten sich untereinander bereits am 11. Februar zu gegenseitigem Beistand verpflichtet und sich über den Amtstransfer geeinigt, s. RTA 15 S. 618f. n. 334f. sowie Mainzer Ingrossaturbücher 28c, fol. 52v-53r. Dass Bf. Leonhard v. Passau bis zu diesem Zeitpunkt anstelle des Mainzer Eb. die Kanzlei geführt hatte, geht aus dessen Mitteilung an den Kg. über die Übertragung des Amtes an den Trierer hervor, s. RTA 15 S. 620 n. 336.
  2. 2Zu den sogenannten handgeschriften Friedrichs III. s. Koller, Eigenhändige Briefe S. 119-129.
  3. 3Desweiteren ergibt sich aus diesem Vermerk, dass der Brief des Königs beim Mainzer Domkapitel hinterlegt wurde.

Registereinträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 25 n. 10, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1441-07-26_1_0_13_25_0_10_10
(Abgerufen am 15.10.2019).