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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 23

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K.F. erteilt als furst von Osterreich und ungetailter miterb seine Zustimmung dazu, daß sein Bruder Ehz. Albrecht (VI.) von Österreich seine Gemahlin Erzherzogin Mechthild, geborene Pfalzgräfin bei Rhein, mit entsprechenden Urkunden1 umb 86.000 fl.rh. ihrer Heimsteuer und widerlegung sowie 10.000 fl.rh. Morgengabe auf die Herrschaft Hohenberg seiner regierung in obern lannden mit deren Zugehörungen geweiset, vermachet und verschrieben hat, namentlich auf das burgstal Hohenberg und das geslos Wehingen, auch auf geslos und burg ob und in der stat Rottenburg mit der Stadt daselbs am Negker und die dabei gelegene Stadt Ehingen, auf Burg und Stadt Horb sowie die Städte Schömberg und Binsdorf einschließlich aller Nutzungen, Renten, Gülten, Herrlichkeiten, gewaltsamen und geistlichen wie weltlichen lehenschäften. Er stimmt auch zu, daß Albrecht seiner Gemahlin gestattet hat, das geslos Haigerloch (Hayrloch) für 13.000 fl. rh. aus der sum ihrer Heimsteuer, so sy auf dem geslos Herremberg gehabt hat, an sich zu lösen und dies ungelöset lebenslänglich innezuhaben. Kg. F. stimmt dem zu wissentlich in kraft des briefs, was wir daran verwilligen und vergünstigen süllen oder mügen, doch seinen sowie seiner Erben und Nachkommen lösungen, rechten und anuellen daran unuergriffenlich.

Originaldatierung:
An mentag sant Thomas abent des zwelfpoten.
Kanzleivermerke:
KVr: C.d.i.i.c. – KVv: –; Als der keyser verwillig hat, myn frau von Osterich zu bewydemen (Empfängervermerk a.d. Rücks.).

Überlieferung/Literatur

Org. im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. Best. A 602, Nr. 132), Perg., rotes S 18 in wachsfarbener Schüssel mit wachsfarbenem S 16 rücks. eingedrückt an Ps. – Kop.: Vidimus Bf. Reinhards von Worms und Ldgf. Hessos von Leiningen-Dagsburg von ipso die festo beati Johannis apostoli et ewangeliste 1458 (Mainzer Stil = Dez. 27)2 ebd. (Nr. 133a), Perg., grünes S Bf. Reinhards (stark beschädigt) und rotes S Ldgf. Hessos in wachsfarbenen Schüsseln an Ps. – Abschrift ebd. (Nr. 4826 n. 50 fol. 72v-73v), Pap. (15. Jh.). Druck: Chmel, Anhang S. 121 n. 99. Abb.: Digitale Faksimiles von A 602, Nr. 132 und 133a auf URL. Reg.: Chmel n. 3533; WR n. 132. Lit.: Schön, Erzherzogin Mechthild; Baum, Friedrich III. und Württemberg S. 120f.; Maurer, Eberhard und Mechthild; Baum, Albrecht VI. (1987/88).

Kommentar

Am 23. Mai 1458 erklärte Pfgf. Friedrich bei Rhein, seine Schwester Mechthild habe ihm die vorliegende Urk. gemeinsam mit der Verschreibung von 1455 Dez. 28 und dem Einwilligungsbrief Hz. Sigmunds von Tirol übergeben, und er habe sie in unnser gewelbe der brieff zu Haidelberg uff dem schloß Haidelberg legen laussen, s. das von dem Propst Peter von Denkendorf auf Ersuchen Gf. Eberhards (V.) d.Ä. von Württemberg uff mitwoch nach dem sonntag Cantate 1483 (April 30) ausgestellte Vidimus seiner Urk. im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. Best. A 602, Nr. 138), Perg., rotes S der Propstei Denkendorf in wachsfarbener Schüssel an Ps. Zu den Vorgängen nach Albrechts VI. Tod s. unsere n. 605.

Anmerkungen

  1. 1Die im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart in unterschiedlicher Form überlieferten Verweisungsbriefe Ehz. Albrechts, die hier ebensowenig detailliert zu referieren sind wie der generelle Komplex der Versorgung Mechthilds, setzen schon zinstag nach sand Laurencien tag 1452 (Aug. 15) ein, s. dessen Urk. vom 19. Juli 1456 im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. A 602 Nr. 131), Org., Perg., mittels dessen er die früheren Regelungen für ungültig erklärt, nachdem er die neue Verschreibung von 1455 Dez. 28 ausgestellt hatte. An montag vor sand Matheus tag des ewangelisten und zwelfpoten 1453 (Sept. 17) hatte Albrecht VI. seiner Gemahlin die – bis dahin noch nicht erfolgte – Verweisung ihrer Morgangabe beurkundet, und zwar auf die Herrschaft Hohenberg, die dann die reichstete vormaln in phandweis inngehabt haben, s. das Org. im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. Best. A 602, Nr. 125), Perg., rotes S d. Ausst. in wachsfarbener Schüssel an Ps. In allen Einzelheiten werden die Verschreibungen zugunsten Mechthilds bezeichnet in Albrechts Rottenburger Urk. vom sundag nach dem heilgen Crist tage 1455 (Mainzer Stil = Dez. 26; stilus imperatoris = 1456 Jan. 2), die überliefert ist als Vidimus Bf. Reinhards von Worms und Ldgf. Hessos von Leiningen-Dagsburg von ipso die festo beati Johannis apostoli et ewangeliste 1458 (Mainzer Stil = Dez. 27), LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. A 602 Nr. 130), Perg., grünes S Bf. Reinhards und rotes S Ldgf. Hessos in wachsfarbenen Schüsseln an Ps., und nochmals als Vidimus des Stuttgarter Propsts und Kanzlers Dr. Ludwig Vergenhans von freyttag nach des hailigen Creutz tag exaltacionis 1483 (Sept. 19) ebd. (Nr. 130a), Perg., grünes S d. Ausst. in wachsfarbener Schüssel an Ps.
  2. 2Gleichfalls beglaubigt wird mit diesem Vidimus der Willebrief Hz. Sigmunds von Österreich von sant Thomas tag von Kanndlberg 1456 (Mainzer Stil = Dez. 29; stilus imperatoris = 1457 Jan. 5), mit dem er der Verschreibung zustimmt und der auch als Org. vorliegt im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. A 602 Nr. 133), Perg., rotes S d. Ausst. in wachsfarbener Schüssel an Ps.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 23 n. 98, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1456-12-20_1_0_13_23_0_100_98
(Abgerufen am 25.01.2020).