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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 23

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Kg.F. setzt den Bf. (Peter) von Augsburg, seinen Rat, von seinem Bittschreiben1 an den Papst (Nikolaus V.) in Kenntnis, von des kriegs wegen, der zwischen dem adel und den richsstetten entstanden ist, gegen keine der Parteien process und ander beschwärniß und pene wegen kriegsbedingter sach zu geben oder anschlahen zügeen, damit die zwischen den Parteien herrschenden Divergenzen desto eher beigelegt werden können. Er bittet ihn (Peter) für den Fall, derartige process und vollfürung des bannes seien ungeachtet dieses Schreibens oder ehe dieses den heiligen Vater erreiche, ausgegangen und ihm ze exequiern und ze vollefürn befohlen, damit sowohl persönlich als auch durch andere nicht fortzufahren, sondern auf geraume Zeit gütlich zurückzustellen, damit die zwischen den Parteien herrschenden Divergenzen nicht zusätzlich vertieft und desto eher beigelegt werden können.

Originaldatierung:
An mitwoch vor dem sontag vor (sic!)2 Oculi in der vasten (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift im LA Bad.-Württ., HStA Stuttgart (Sign. Best. A 602, Nr. 4370c [fol. 3r]), Pap. (15. Jh.)3. Lit.: Reinle, Riederer S. 221 (nach Kop. im StA Bamberg, C 3 Nr. 229I fol. 251r).

Anmerkungen

  1. 1Siehe das vorherige Regest sowie n. 32.
  2. 2Das doppelte vor vor Oculi ist sicher ein Versehen und weist nicht etwa auf den Mittwoch vor Reminiscere hin.
  3. 3Diese Abschrift einer ihm am selben Tag aus München übermittelten Vorlage stammt der Aussage und Handschrift nach von Reinbold Funck, dem nach Ulm entsandten Ratsherrn der Stadt (Schwäbisch) Gmünd, welcher sie mit Schreiben von donrstag nach Letare 1450 (März 19), welches ebd. ([fol. 2r-v]), Pap. (15. Jh.) überliefert ist, an den Gmünder Rat schickte. Im einzelnen berichtet Reinbold Funck: Heute sei mär nach Ulm gekommen, ein mercklich grosser zug sammele sich gen Kirchheim, und "mein Herr" rüste stark mit Wagen etc. Über wen es gehen werden, wisse man ebensowenig wie bei den 900 Pferden, die angeblich heute nach Heidenheim gekommen sein sollen. Bezugnehmend auf seine früher übermittelten Informationen über den (Friedens-) Tag zu München berichtet er, die Nürnberger Botschaft zu Ulm habe ein Schreiben von (dem in München weilenden Niklas) Muffel erhalten. Demzufolge soll Mgf. Albrecht von Brandenburg der kgl. Botschaft geantwortet haben, er sowie Kurmainz, der Mgf. von Baden und der Gf. Württemberg seien der sach hauptlute, so daß er erst nach der Einholung von deren Rat antworten werde. So sei auch der Tenor der anderen Fürsten, von denen man nicht wisse, ob sie den Tag besuchen würden. Bei den kgl. Räten seien jetzt zwei Boten von gemeiner Städte wegen, die sollen dort bleiben bis zum Beginn des Tages; und sollten die Fürsten den Tag nicht besuchen und die kgl. Räte abreisen, sollen sie der kgl. Delegation folgen und alles dem "gn. Herrn" melden. Vor zehn Tagen sei Meister Peter Nithart nach Rom geritten, die Städte vor dem Papst zu verantworten, vor welchem große Klage gegen sie erhoben worden sei. Er rät den Adressaten bzgl. deren Kriegrüstung, schickt ihnen Salpeter etc. Er fürchtet, wegen der erlittenen Schmach (i.e. die Niederlage am Pillenreuther Weiher vom 11. März 1450) gehe Mgf. Albrecht von Brandenburg keine Richtung ein. Obwohl noch keine genauen Informationen verfügbar seien, heiße es doch, es seien alles in allem 40 turnierer gefangen oder erschlagen worden, namentlich Walter von Hürnheim und Sigmund von Lentersheim seien getötet worden sowie ein Gf. von Gleichen und Junker Heinrich von Rechberg schwerverwundet in Haft. Die Bauern und andere hätten ein buntschůch uffgeworffen ... zü einem baner und unser Frowe(n) daby ...

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 23 n. 34, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1450-03-04_1_0_13_23_0_34_34
(Abgerufen am 13.11.2019).