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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 22

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K.F. verleiht Jörg von Breitenbach, wissentlich in crafft diß briefs, was wir im daran von recht und billich verleihen sollen und mugen und mit wolbedachtem mute, guttem ratte und rechter wissenn, für treue Dienste folgende von dessen gleichnamigem Vater ererbte Reichslehen1: ein Haus in der Ynnern Burg (von) Gelnhausen, genannt Barthenhause, zwei Fischwässer auf der Kinzig, beide Burglehen, das eine undewendig der lanndtwer und das andere zu Rothenbergen im Gericht Gründau, zudem 18 Morgen Wiese a. d. Kinzig ebwendig Gelnhausen, genannt die kungswise, zwei Höfe zu Lieblos, ebenfalls im Gericht Gründau, und eine Forsthube im Büdinger Wald. Der Kaiser bestimmt, daß Jörg die Lehen mit Nutzen, Rechten und Zubehör innehaben und nutzen soll, doch unbeschadet der Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Personen, und daß er dem Schultheiß zu Frankfurt, Wenzel von Cleen, zwischen dem Datum dieser Urkunde und dem kommenden sannt Laurentzen tag (1464 August 10) an seiner Statt die gewöhnlichen glubde und eyde leisten, die Lehen von diesem empfangen und sich damit treu und gehorsam nach Lehensrecht und Herkommen verhalten soll.

Originaldatierung:
Am mittich nach dem sonntag Letare in der Vassten (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.i.c. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert, der Siegelankündigung zufolge (Perg.) mit unserm keyserlichen anhangendem innsigel (evtl. S 18 oder S 19). – Kop.: Vidimus des Rates der Stadt Frankfurt von 1478 Januar 12 im HHStA Wien (Sign. AUR sub dato 1478 I 12), grünes S (kleiner Rest) des Ausst. an Ps.

Anmerkungen

  1. 1Zur Belehnung des Vaters im Jahr 1442 Chmel nn. 842 und 1026; siehe auch Isenburger Urkunden 1 S. 430f. Die königlichen Schreiben wurden in den Regg.F.III. bisher noch nicht erfaßt. Des weiteren existiert eine Belehnungsurkunde (ähnlichen Inhalts) für Merklin, Sohn des Henne von Breitenbach, aus dem Jahr 1442; Reg.: Chmel n. 730, die bisher ebenfalls nicht erfaßt wurde. Im HHStA Wien befindet sich unter der Sign. AUR 1467 VIII 23 eine Abschrift der letztgenannten Urkunde als Vidimus des Frankfurter Rates. Die Urkunde datiert von 1442 Juli 18, die Abschrift gibt jedoch fälschlich das Jahr 1422 wieder. Siehe auch eine der obigen Urkunde gleichlautende Belehnung eines Merklin von Breitenbach aus dem Jahr 1478, Regg.F.III. H. 8 n. 401.

Nachträge

Nachträge (1)

Nachtrag von Dr. Kornelia Holzner-Tobisch, eingereicht am 31.10.2014.

Kop.: Vidimus des Rats von Frankfurt von 1478 Januar 12 im HHStA Wien (Sign. AUR 1478 I 12).

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 22 n. 9, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1464-03-14_1_0_13_22_0_9_9
(Abgerufen am 05.04.2020).