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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 18

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K.F. überläßt seinem Rat Andreas (I.) von Weißpriach bis auf Widerruf das Prägen der new weiss munss in den Fürstentümern Kärnten und Krain, bestehend aus Pfennigen, Vierer1, Groschen und Hälblingen. Dabei ist folgender Münzfuß zu beachten: Das Korn von einer Mark Pfennige soll 5 Lot Silber enthalten und das von einer Mark Vierer und Groschen 10 Lot guts Silber an aushilff und nicht ringer; die Aufzahl (pro Lot Silber) beträgt 30 Pfennige, 7½ Groschen und 15 Vierer dy weil sie rab und ungeweist sein; ein Pfennig entspricht 4 Vierer, 8 Groschen oder 2 Hälblingen, wobei der Pfennig so gut sein soll wie derjenige der Hausgenossen zu Wien; der Schlagsatz von jedem Guß soll genau 140 Mark wert sein und 24 Pfd. Pf. ergeben; aus jedem Guß sollen jeweils zu einem Viertel die vier verschiedenen Münzen produziert werden oder bei vier gleichzeitigen Güssen jeweils eine Sorte. Damit für die Herstellung der Münzen genügend Silber bereitsteht, erhält Andreas oder eine von ihm bevollmächtigte Person die Erlaubnis, in Kärnten und in Krain mit Silber zu handeln oder es zu verlegen. Der Kaiser behält sich vor, einen Anwalt und probirer zu ernennen, der aus den Einnahmen der Nutzen und Renten der Münze und nicht des Schlagsatzes entlohnt werden soll. An eritag vor des newen jars tag (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert. – Kop.: Inseriert im Revers Andreas von Weißpriachs von 1461 Januar 12, o.O. im HHStA Wien (Sign. AUR 1461 I 12), Perg., 2 SS des Ausst. (grün) und Mag. Paul Zerrers, Pfarrer zu Gmund und Erzpriester von Oberkärnten, (rot) in wachsf. Schüsseln an Ps.2 Druck: MC 11 n. 346. Lit.: LUSCHIN v. EBENGREUTH, Münzwesen S. 379; PROBSZT, Münz- und Geldgeschichte S. 265; zur Person Weißpriachs vgl. HEINIG, Friedrich III./1 S. 225.

Kommentar

Zu den Münzordnungen vgl. in unserer Einleitung S. 33.

Anmerkungen

  1. 1Dieser Münztyp wird in der Urkunde sowohl als vierer als auch als kreutzer bezeichnet.
  2. 2Druck: CHMEL , Anh. n. 105; Reg.: CHMEL n. 3847; LICHNOWSKY (-BIRK) 7 n. 469; QGStW I/10, n. 18661. – Genannt im Reversverzeichnis der ksl. österreichischen Kanzlei von 1461 Februar 10 (vgl. Anm. zu n. 178).

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 18 n. 210, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1460-12-30_1_0_13_18_0_210_210
(Abgerufen am 26.05.2019).