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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 18

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K.F. beurkundet den Spruch in der Streitsache Hans Aschbeck und Niklas Huber, Bürger zu Wien, anstatt Anna, der Karnerin, Tochter des verstorbenen Stephan Vogel zu Perchtoldsdorf einerseits, und Meister Thomas (Ebendorfer) von Haselbach, lerer der heiligen geschrifft, Pfarrer, der zechmaister, Richter Wolfgang Wunnsam und Laurenz Fleischhacker zu Perchtoldsdorf, als geschefftleuten und furbringern des Stephan Vogels andererseits, bezüglich der Erbmasse und des varunden guts Vogels. 1) Die beiden Weingärten in der Größe von jeweils zwei rehel, einer an der Soss, der andere in der Arsleytten, die Vogel dem studenten Andreas Nagel gemaint und geschafft hatte, soll dieser auf Lebenszeit besitzen und stifftlich und pewlich in gutem mittern paw halten, wie es Berg-, Landes- und Leibgedingsrecht ist. Sollte er, Nagel, die genannten Weingärten nicht im geforderten Zustand halten, können die Erben mittels der pergleut feststellen lassen, ob Nagel diesbezüglich sawmig wurde. Im Fall, daß Nagel die Weingärten nicht gepawn möchte, soll er sie den Erben Vogels in bestannd geben und diese sollen nach seinem (Nagels) Tod in den Besitz der Weingärten kommen, was auch ins gruntpuch eingetragen werden soll. 2) Andreas Nagel soll 2 fl. aus dem Nachlaß Vogels erhalten und Benedikt Nagel erhält das weingertl zu Vösendorf am Holzweg gelegen, in dessen gewer er auch laut gruntpuch steht. 3) Das gesamte übrige Vermögen fällt an seine Tochter Anna, die für einen ewigen Jahrtag, den ihr Vater gestiftet hat, 50 fl. und dem maidlein, dem 20 fl. geschaft wurden, 10 fl. ung. in Gold geben soll. Als Pön wurde eine Frist von zwei Monaten festgesetzt, in der 200 fl. fällig werden, falls sich eine Partei nicht an die angeführten Punkte hält. An suntag nach sand Andrees tag.

Kanzleivermerke:
KVr: C.d.i.p.c.

Überlieferung/Literatur

Org.1 im HHStA Wien (Sign. AUR 1458 XII 3), Perg., rotes S 19 rücks. aufgedr. Reg.:QGStW I/8 n. 15695.

Anmerkungen

  1. 1Nach Wortlaut des Originals gab es zwei Ausfertigungen, die an beide Parteien gegeben wurden.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 18 n. 95, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1458-12-03_1_0_13_18_0_95_95
(Abgerufen am 27.06.2022).