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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 17

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Kg.F. bestätigt den Pröpsten, Dekanen und Kapiteln des Speyerer Domstifts und der Stifte St. German, St. Guido und St. Dreifaltigkeit sowie der gesamten Geistlichkeit der Stadt Speyer aufgrund ihrer Bitte alle ihre von seinen ksl. und kgl. Vorgängern und anderen erteilten Privilegien, Rechte, Urteile, Statuten und Gewohnheiten; er bestätigt namentlich den durch Eb. Konrad von Mainz gefällten Schiedsspruch zwischen Geistlichkeit und Bürgerschaft zu Speyer1 sowie das durch Kg. Sigmund in Nürnberg verkündete Urteil2 über diesen Schiedsspruch und anderes, der auch durch die Parteien angenommen und schon wiederholt befestigt worden ist, nachdem ein Artikel über den Weinschank aufgehoben worden war.3 Er erklärt jegliches Zuwiderhandeln für ungültig und gebietet bei seiner schweren Ungnade sowie einer je zur Hälfte der kgl. Kammer und der Speyerer Geistlichkeit zufallenden Pön von 100 Mark Gold die Beachtung dieses Privilegs. Der Kg. erteilt ihnen diese Bestätigung umso lieber in Ansehung der einzigartigen Gunst und Gnade (affectum singularis favoris et gratiae), mit welcher seine Vorgänger die Speyerer Kirchen begabt haben, und in Anbetracht des Feuers eifriger Liebe (ardorem ferventis amoris), durch die Kg.F. die Maria geweihte Speyerer (Dom-)Kirche, in der auch viele seiner Vorgänger, Kaiser und Könige, und unter ihnen auch diejenigen, von denen sein Haus und Geschlecht Österreich seinen Ursprung herleitet (et signanter plures eorum de domo et progenie nostra scilicet Austrie trahentes originem), ihr Begräbnis zu haben wünschten, ebenfalls in Ehre und Gunst zu vermehren sucht.

Originaldatierung:
Die vicesima quarta mensis julij (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Henricus Leubing doctor p(ro)th(onotarius) (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

[Org. im GLA Karlsruhe] – Kop. (lat): Inseriert in der Privilegienbestätigung K. Ferdinands I. von 1561 März 18, die als durch den öff. Notar und geschworenen Sekretär des Speyerer Domkapitels, Philipp Simonis, beglaubigte Abschrift überliefert ist im LA Speyer (Sign. F1 Nr. 77b fol. 106r -109v, hier: 106r -108r), Pap. (16. Jh.). – Inseriert in der Privilegienbestätigung K. Maximilians II. von 1566 März 27, die als durch den öff. Notar und geschworenen Sekretär des Speyerer Domkapitels, Philipp Simonis, beglaubigte Abschrift überliefert ist ebd. (Sign. ebd. fol. 112r -115v, hier: 112r -114r), Pap. (16. Jh.). – Erwähnt in der Speyerer Bischofschronik4 in der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer (Hss. der Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom Speyer, Sign. A.D. 6 fol. 275v), Pap. (16. Jh.). Druck: UB Bischöfe Speyer 2 S. 239-241 n. 125. Reg.: CHMEL n. 781.

Kommentar

Erwähnt bei REMLING, Bischöfe 2 S. 81.

Anmerkungen

  1. 1Die sog. 'Konradinische Rachtung' von 1420 Mai 27 (VOLTMER , Reichsstadt und Herrschaft S. 148f.).
  2. 2Von 1422 August 21 (RI XI n. 5013; VOLTMER , Reichsstadt und Herrschaft S. 153f).
  3. 3Gemeint ist wohl die Regelung des Weinschanks von 1430 zwischen den Speyerer Stiften und dem Rat (VOLTMER , Reichsstadt und Herrschaft S. 156 u. Anm. 696 bzw. ALTER , Rachtung S. 381).
  4. 4Vgl. zu dieser Chronik MÜLLER , Bistumsgeschichtsschreibung S. 35ff.; Druck: SIMONIS , Historische Beschreibung.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 17 n. 35, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-07-24_1_0_13_17_0_35_35
(Abgerufen am 24.07.2019).