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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 17

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Kg.F. belehnt Wenzel von der Weitenmühl für sich und als Lehnsträger seines Bruders Hans und seiner Vettern Sigmund, Balthasar und Melchior, vorbehaltlich der Rechte von Kg. und Reich sowie anderer, mit ihren Burg- und Mannlehen, die sie von seinen ksl. und kgl. Vorgängern1 erworben haben, namentlich mit einem Turnos auf dem Zoll zu Selz und dem Knappengeld, mit einem Haus in der Burg zu Hagenau, das do stosset uff die cappellen und zuhet hinden uff die Mater gegen der mulen, weil sie und ihre Erben seine und des Reiches Burghut zu Hagenau sein sollen, weiter mit einer Mühle neben der Mühle des Propstes zum alten Spittal, mit einem in der Burg gelegenen Haus gen. zu der nuwen Muntzen, zwischen den Lichtenbergern und Wendel von Eschau, zuhet hinden uff die Mater voran uff die strosse, mit einem in der Burg gelegenen Haus gen. zem Stahel, zwischen den Lichtenbergern und dem Vogteihaus, zuhet hindenan uff die Mater und vorn uff die strasse, mit einem Garten neben Clesel Frisch, Bürger zu Hagenau, mit 35 Mannsmahd2 oberhalb der Stadt Hagenau, mit dem im Schürried gelegenen Hof Steinerau und 40 Mannsmahd gen. Cronenberger, mit je einem Gerichtshof zu Hanhofen und zu Weitbruch, mit einem Zoll auf dem Rhein zu Limburg im Konstanzer Bistum, mit 15 Mannsmahd gen. Mühlenau, gelegen im Schürried, und mit dem halben Teil der Hüneburg. Der Kg. bestätigt, daß ihm Wenzel dafür den gewöhnlichen Lehenseid geschworen hat.

Originaldatierung:
Uff mantag nach sent Marien Magdalenen tag.

Überlieferung/Literatur

KVr. A.m.d.r. Wilhelmus Tacz. – KVv: Rta Jacobus Widerl (Blattmitte). Org. im LA Speyer (Sign. C58 Nr. 11), Perg., rotes S 11 in wachsfarbener Schüssel mit rotem S 14 rücks. eingedrückt an Ps. Reg.: CHMEL n. 787 (mit Juli 25 nach RR N fol. 105r). Lit.: Landkreis Emmendingen Bd. 2, 2 B S. 606 (zum Limburger Zoll).

Kommentar

Erwähnt bei RUPPERT, Limburg S. 7 (fälschlich mit Juli 16).

Anmerkungen

  1. 1Siehe die Belehnungen Kg. Ruprechts von 1401 September 2 (Regg. Pfgff. 2 n. 1588), K. Sigmunds von 1434 Juni 9 (RI XI n. 10494) u. Kg. Albrechts II. von 1439 Juni 29 (RI XII n. 1044).
  2. 2Wiesenmaß (so viel ein Mann an 1 Morgen mähen kann).

Registereinträge

Nachträge

Nachträge (1)

Nachtrag von Bernard Metz, Strasbourg, eingereicht am 10.09.2009.

Abschrift d. 16. Jhs. StadtA Straßburg III 131/13.

Dort statt "Wendel v. Eschau" Wendling von Esch (aber der richtige Name ist Wendelin v. Eschenau !); statt "Cleisel Frisch" Fritsch Kessel; statt "Hof Steinerau" die Wahssensteiner Awe (soll heißen die Wasigensteiner Au, früher im Besitz der Edeln v. Wasigenstein); statt "Gerichtshof" Dinghof (Gerichtshof ist im Elsaß absolut unüblich, Dinghof ist gang und gäbe).

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 17 n. 34, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-07-23_1_0_13_17_0_34_34
(Abgerufen am 12.08.2020).