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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 16

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K.F. bestätigt auf Vorbringen Eb. Johanns der Kirche zu Magdeburg aus ksl. Machtvollkommenheit, motu p(ro)prio und ex certa n(ost)ra sciencia mit Rat seiner Edlen, Räte und Getreuen den Besitz von Bernburg, Sandersleben, Gröbzig, Warmsdorf, (Hohen-) Erxleben und Gänsefurth sowie andere Besitzungen mit Zugehörungen, die Fürst Bernhard (VI.) von Anhalt (-Bernburg) noch zu Lebzeiten zu Ehren Gottes sowie des Hl. Mauritius und dessen Mitstreiter für sein und seiner Gemahlin Hedwig und ihrer Vorfahren Seelenheil als Allod dem Eb. von Magdeburg zu Lehen aufgetragen und solange er lebte als dessen Vasall besessen habe und die nach Bernhards Tod dessen Vettern, die Fürsten Georg (I.), Adolf (I.), Albrecht (V.) und Waldemar (VI.) von Anhalt, in gleicher Weise vom besagten Eb. als Lehen empfangen und bis zum heutigen Tag inne hätten, wie dies aus dem Schenkungsbrief Bernhards und dem ebfl. Lehnsbrief1 ersichtlich werde. Er erklärt zugleich alle etwaigen inhaltlichen und formalen Mängel seiner Bestätigung für behoben, bekräftigt, daß Kirche und Eb. von Magdeburg ewig in den Besitz der genannten Güter bleiben sollen, und droht Zuwiderhandelnden seine schwere Ungnade und eine je zur Hälfte an die ksl. Kammer und an die Magdeburger Kirche zu zahlende Strafe von 100 Mark Gold an.

Originaldatierung:
Tercia feria post festum purificacionis b(ea)te Marie virginis.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. Jo(hann) Waldner. KVv: Rta Lucas Sniczer (Blattmitte); Confirmacio (oberer Blattrand).

Überlieferung/Literatur

Org. (Lat.) im LHA Magdeburg (Sign. Rep. U 1, Tit. XII n. 110), Perg., anh. S wohl an Ss. ab und verloren. Kop.: Vom öff. Notar Bernhard Becker, Kleriker der Osnabrücker Diözese, beglaubigtes Transsumpt Bf. Thilos von Merseburg vom 28. Juni 1474 ebd. (Sign. Rep. U 1, Tit. XII n. 111), Perg., anh. S an Ps. ab und verloren, mit Notarszeichen. Transsumpt K. Karls V. vom 20. Februar 1533 in Form eines Libells ebd. (Sign. Rep. U 1, Tit. I n. 111, fol. 8v -9v), Perg., rotes S in wachsfarbener Schüssel an purpurfarbener Ss. und vergoldeter Metallschnur sowie beiliegende, vom kfl. brandenburgischen Registratur Georg Konrad Goldeisen beglaubigte Abschrift vom 5. Januar 1667, Pap. Drei Abschriften ebd. (Sign. Rep. Cop. 6, fol. 251r -252r und fol. 350r-v bzw. Cop. 6a, fol. 75v -76v), (alle 15. Jh., letztere ohne Datumszeile). Vom öff. Notar und Magdeburger Kleriker Franz Wedemeier bestätigte Abschrift eines Notariatsinstruments des Dekans der Nikolai-Kirche zu Magdeburg Johannes Camerer vom 19. Oktober 1531 ebd. (Sign. Rep. Cop. 340b, fol. 14r -20r), (17. Jh.). Zwei Abschriften ebd. (Sign. Rep. Cop. 1a, fol. 91v -92v bzw. Cop. 21, fol. 55r-v), (beide 16. Jh.). Zwei Abschriften von Johann Gottfried Olearius aus den Jahren 1678-1684 ebd. (Sign. Rep. Cop. 16, fol. 125r -128r bzw. Cop. 17, fol. 95r -96v). Zwei Abschriften und eine dt. Übersetzung im LA Oranienbaum (Sign. UGAR II n. 717)2, alle Pap. (16. bzw. 18. Jh.). Druck: DREYHAUPT , Beschreibung des Saalkreises 1 n. 74; SAGITTARIUS , Historiae Archiepiscopatus Magdeburgensis S. 139-142. Lit.: WÄSCHKE, Anhaltische Geschichte 1 S. 498-501; SUHLE, Fürstin Hedwig S. 6-19.

Kommentar

Am 8. Juni 1475 bestätigte Papst Sixtus IV. dem Erzstift Magdeburg ebenfalls die Schenkung Bernhards, s. SAGITTARIUS, Historiae Archiepiscopatus Magdeburgensis S. 142-144.

Anmerkungen

  1. 1Schenkung und Belehnung erfolgten am 15. April 1466, vgl. Regesten Zerbst n. 666-668.
  2. 2Ebd. n. 717.

Registereinträge

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 16 n. 99, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1470-02-06_2_0_13_16_0_99_99
(Abgerufen am 31.10.2020).