Regestendatenbank - 184.914 Regesten im Volltext

[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 16

Sie sehen den Datensatz 41 von insgesamt 233.

K.F. bestätigt mit Rat der Fürsten, Gff. Freiherren, Edlen und Getreuen Bürgermeistern, Rat, Einwohnern und der Gemeinde der Stadt Halle aufgrund einer schriftlichen Bitte seines Secretarius, des lateranensischen Hofpfalzgrafen Johann Truchsess (von Beyerrod), das wörtlich inserierte Nichtevokations-Privileg1 K. Sigmunds vom 12. September 1417. Zu Exekutoren bestimmt er den Begünstigten aus ksl. Macht und de certa nostra sciencia wahlweise den ältesten Fürsten von Anhalt, den Gf. von Gleichen und den Erfurter Vitztum des Mainzer Erzbischofs, gemeinsam oder einzeln. K.F. bekräftigt, daß alle wie sacro imperio rebelliones et inobedientes der schweren Strafe von Kaiser und Reich verfallen sein sollen, die direkt oder indirekt dieses Privileg einzuschränken suchen, und befiehlt dessen Beachtung unter Androhung seiner schweren Ungnade und einer je zur Hälfte an die ksl. Kammer und passor(um) usibus zu entrichtenden Strafe von 50 Mark Gold.

Originaldatierung:
Decima die novembris.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.p.d.i. Ulricus Weltzli. KVv: Rta (Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. (Lat.) im StadtA Halle (Sign. Urkunden n. 228), Perg., rotes S 18 in wachsfarbener Schüssel an Ps. Kop.: Abschrift und dt. Übersetzung im Alten Roten Buch ebd. (Sign. A, 2, fol. 48v -49v bzw. fol. 55v -58v), Perg. (15. bzw. 16. Jh.). Abschrift und dt. Übersetzung in den Annalen des Thomas Cresse ebd. (Sign. A I,3, S. 739f. bzw. S. 740-749), Pap. (17. Jh.). Drei Abschriften im LHA Magdeburg (Sign. Rep. Cop. 394, fol. 40r -43r, fol. 75r -76r und fol. 191r -193r), (alle 17. Jh.). Druck: LÜNIG , Reichsarchiv 14b S. 518f; DREYHAUPT , Beschreibung des Saalkreises 2 n. 413. Reg.: CHMEL n. 3268.

Kommentar

HEINIG, Friedrich III. S. 751f. hat aufgrund des kanzleiunüblichen Stils Zweifel an der Echtheit der Urkunde geäußert. Diese lassen sich angesichts des besiegelten Originals, daß auch sonst die gebräuchlichen Kanzleivermerke trägt, zwar nicht bestätigen. Abweichend von der üblichen Kanzleifertigung ist jedoch ebenfalls die fast quadratische Form des Urkundentextes und die Hervorhebung der ersten Zeile sowie der Umstand, daß die für eine Stadt ausgestellte Urkunde in Latein geschrieben wurde.

Anmerkungen

  1. 1RI XI n. 2552.

Nachträge

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 16 n. 41, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1454-11-10_1_0_13_16_0_41_41
(Abgerufen am 06.12.2019).