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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 15

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K.F. teilt Bf. Ruprecht von Regensburg auf sein Schreiben1 wegen des Propstgerichts in Regensburg mit, er sei zwar geneigt, dasselbe Propstgericht bei seinem alten Herkommen zu belassen, andererseits hätten ihm aber Kammerer und Rat der Stadt Regensburg allerley ursachen vortragen lassen, warumb das diser zeit zuo uns und dem heiligen reiche nachteilig und schedlich sein sull, so daß er sich veranlaßt sehe, auf sein Schreiben dißmals still zuo steen. Er habe allerdings nicht die Absicht, ihm oder seinem Stift ein ihm zustehendes Recht zu nehmen oder die Angelegenheit in die Länge zu ziehen, sondern er werde seinen Räten2, die er in Kürze nach Regensburg schicken werde, befehlen, ihn und die Stadt darumb in ruo zuo setzen. Außerdem habe auch sein Protonotar Johann Waldner3 wegen eines reversal(s) des Schlosses Donaustauf (Stauff)4 mit ihm gesprochen; dies sei er bereit, gemäß seinem kürzlich erfolgten erbieten5 zu geben, sobald er das genannte Schloß in seinen Händen habe.

Originaldatierung:
Am eritag nach sand Katherinen tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. KVv: Dem erwirdigen Ruprechten, bischoven zu Regenspurg, unnserm fürsten und lieben andechtigen (Anschrift, Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. in der Staatlichen Bibliothek Regensburg (Sign. Rat. ep. 160), Pap., rotes, rückseitig aufgedr. (vermutliches) S 18 (nur Reste erhalten). Druck: RIED 2 S. 1089f. n. 1139 (mit falschem Datum November 26). Reg.: CHMEL n. 8872 (nach RIED mit falschem Datum November 26). Lit.: JANNER 3, S. 610; MARTIN, Probstgericht, S. 42f; MAYER, Ringen, S. 77, Anm. 108.

Anmerkungen

  1. 1Im bearbeiteten Bestand nicht überliefert.
  2. 2Wohl identisch mit den in der folgenden n. 470 genannten Räten.
  3. 3Zur Tätigkeit Johann Waldners für Regensburg im Jahre 1493 vgl. HEINIG, Hof, S. 728.
  4. 4Die an die Stadt Regensburg verpfändete bfl. Herrschaft Donaustauf war 1486 an Hz. Albrecht von Bayern (-München) abgetreten worden, was nach der Rückkehr Regensburgs zum Reich im Jahr 1492 rechtliche Auseinandersetzungen des Herzogs mit Bf. und Stadt zur Folge hatte; vgl. JANNER 3, S. 608f.; P. SCHMID, Albrecht IV., S. 150.
  5. 5Zu den Verhandlungen der ksl. Räte mit Bf. Ruprecht von Regensburg 1492 Juli 20, in denen neben dem Probstgericht auch die Auslieferung der Herrschaft Donaustauf verlangt wurde, vgl. P. SCHMID, Albrecht IV., S. 145.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 15 n. 469, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1492-11-27_1_0_13_15_0_470_469
(Abgerufen am 31.03.2020).