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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 15

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K.F. nimmt Bf. Heinrich von Regensburg, sein Hochstift und seine Geistlichkeit mit allen Leuten und Gütern in seinen sonndern verspruch, schutz und schirm und bestimmt, daß der Bf. von nun an die gleichen Gnaden, Freiheiten und Rechte wie andere, die sich im gleichen Schutzverhältnis befinden, genießen solle. Er gebietet daher allen Reichsangehörigen bei Vermeidung seiner und des Reiches schwerer Ungnade und einer Pön von 100 Mark lötigen Goldes, zahlbar zur Hälfte in die ksl. Kammer, zur anderen Hälfte an den Bf. den Bf. und sein Stift im Genuß dieses ksl. Schutzes nicht zu beeinträchtigen, sondern sie darin gegenüber jedermann zu schützen.

Originaldatierung:
Am anndern tag des monets january.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.p. KVv: Rta Mathias Wurm (Blattmitte); Schirmbr(ief) bischof zu Regenspurg (rechter Außenrand).

Überlieferung/Literatur

Org. im BayHStA München (Sign. HU Regensburg 1489 Januar 2), Perg., wachsfarbenes S 15 an (ehemals) purpurfarbener Ss. (beschädigt, ohne Sekretsiegel). Kop.: Abschrift in einem Notariatsinstrument des Johannes Velber von 1489 Januar 29 ebd. (unter gleicher Sign.).

Kommentar

Zur Vorgeschichte vgl. STRIEDINGER, Kampf, S. 132f., 146. Ein zeitgenössisches anonymes Spruchgedicht „Ein Spruch wie Herzog Albrecht Regensburg eingenommen hat“ schildert die Erwirkung und Anwendung des ksl. Schutzbriefs durch den Regensburger Notar Dr. Trabolt, vgl. LILIENCRON, Volkslieder 2, S. 195: „Doctor Trabolt nach etlichen worten vil zog auß seiner gugel still ain kaiserlich wullen ainer freihait; das hat mir der zaigen ainer gesait, Trabolt tet im (Fuchssteiner) di gar hubschlich informiren. Darnach solt sich Fuxstainer pillich reguliren; niembt drinn besundert noch außgeschloßen wirt, all kurfursten, fursten, grafen, freien, ritter requirirt, wann den pischof zu Rengspurg und all sein nachkomen hat der kaiser in aigen schuz und scherm genomen.“ Zu einer früheren Ausfertigung eines ksl. Schirmbriefes für Bf. Heinrich siehe oben n. 215.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 15 n. 411, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1489-01-02_1_0_13_15_0_411_411
(Abgerufen am 22.04.2021).