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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 14

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Kg. F. unterrichtet Konrad von Lindenhorst, Dietrich von Wickede, Heinrich von Lünen, Dietrich Pflüger, Dietrich Nordkirch und Wilhelm vom Krebs von Köln über den Stand verschiedener Verfahren, die gegen sie vor ihm anhängig sind. Aufgrund der von Bürgermeistern und Rat der Stadt Nürnberg im Namen1 der Nürnberger Bürger Ulrich Haller, Paul Vorchtel, Hans Groland, Karl Holzschuher, Berthold Nützel, Michael Beheim, Berthold Pfinzing, Berthold Volckamer, Mathes Ebner, Paul Grundherr, Peter Mendel, Niklas Muffel, Konrad Paumgartner (Bomgartner) d. Ä. Erhard Schürstab, Georg Haller, Heinrich Rummel, Georg Geuder, Ulman Hegnein, Berthold Tucher, Peter Rieter, Hans Graser, Ludwig Pfinzing, Konrad Eschenloer, Friedrich Plecher, Konrad Woff und des Nürnberger Ratsschreibers Johann Marquard vorgebrachten Appellationen zum einen gegen das von Heinrich von Lünen und Konrad von Lindenhorst am Freistuhl zu Brackel in Sachen Michael Beheim, Hans Löffelholz, Burkhart Pesler und dessen Bruder2 sowie das von Dietrich Pflüger am Freistuhl zu Brüninghausen in Sachen Heinz Imhof gegen Wilhelm vom Krebs betriebene Verfahren sowie wegen Mißachtung eines zu Gunsten der Nürnberger in Sachen Dietrich Nordkirch ergangenen Kammergerichtsurteils, Verletzung der Bestimmungen der Reformation und der Nürnberger Freiheiten im allgemeinen, habe er sie alle seinerzeit rechtlich vorgeladen3. Da er an dem vorgesehenen Rechttag mit den Kff. und Fürsten zu Nürnberg über dringende Angelegenheiten der Kirche und des Reiches zu verhandeln hatte, habe er Mgf. Friedrich (II.) von Brandenburg geboten, mit anderen Fürsten, Edlen, Rechtsgelehrten und Getreuen an seiner Statt zu Gericht zu sitzen. An diesem Termin hätten nun die Nürnberger ihren Rechtsstandpunkt vertreten, für Heinrich von Lünen ermanung und gebott, für Dietrich Pflüger verkundung und ladung, Vernichtung aller an den Freistühlen gesprochenen Urteile, Bestrafung mit den in der Reformation und den Nürnberger Privilegien ausgewiesenen Pönen sowie Schadenersatz gefordert. Da die Beklagten unvertreten blieben, wurden diese Forderungen ausweislich des Gerichtsbriefs des Mgf. Friedrich für Rechtens erkannt. Er gebietet ihnen daher ernstlich und vesticlich die Beachtung dieses Urteils und verbietet ihnen jegliches weitere gerichtliche Vorgehen gegen die Nürnberger bei seiner Ungnade und einer zusätzlichen Pön von 20 Mark Gold.

Originaldatierung:
An unser lieben Frawen aubent purificacionis (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r.i.c. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Von Jo(hann) Ulmer unterfertigtes Vidimus des Landgerichts Nürnberg von montag nach sandt Mathias tage des zwelffpotten 1446 (Februar 28) im StA Nürnberg (Sign. Rst. Nürnberg, Urkunden des 7-farbigen Alphabets Nr. 1869), Perg., wachsfarbenes S des Unterfertigers mit Rücks, des Landgerichts an Ps. Reg.: MEININGHAUS , Die Grafen von Dortmund S. 286; MEININGHAUS , Die Dortmunder Freistühle S. 186f. Lit.: MUMMENHOFF, Vehme S. 51f.; VEIT, Nürnberg und die Feme S. 54, S. 158f. n. 86 und S. 159f.n. 87-90.

Anmerkungen

  1. 1Im Gegensatz zu den entsprechenden Stücken des Jahres 1443 (n. 196, 198, 199, 209, 211) fehlen hier einige Namen.
  2. 2Diese vier gehören bei dieser Appellation auch zu den namentlich aufgeführten Appellanten.
  3. 3Vgl. die n. 209, 212-215, 217.

Registereinträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 14 n. 332, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1446-02-01_1_0_13_14_0_332_332
(Abgerufen am 25.02.2020).