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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 14

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Kg. F. lädt Dietrich Nordkirch aufgrund der Appellation von Bürgermeistern und Rat der Stadt Nürnberg gegen eine auf dessen Klage von Dietrich Pflüger, Freigraf der Krummen Grafschaft, gegen sie und zahlreiche namentlich genannte Mitbürger1 erwirkte Vorladung, innerhalb Monatsfrist in der Streitsache zwischen dem Kölner Bürger Wilhelm vom Krebs gegen den Nürnberger Bürger Heinz Imhoff (Im Hof) zu verhandeln auf den 45. Tag nach Erhalt dieses Briefes vor sich, um die Angelegenheit nach pillichkeit und gelegenheit der sach zu entscheiden, was er in gleicher Weise auch den Nürnbergern mitgeteilt habe2, und weist ihn darauf hin, daß auch bei Abwesenheit verhandelt werden wird.

Originaldatierung:
Am samstag vor dem suntag Letare ze mittvasten (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Wilhelmus Tatz (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Von Jo(hann) Ulmer unterfertigtes Vidimus des Landgerichts Nürnberg von eritag nach dem suntag Judica in der vasten 1442 (März 20) und mit dem Rückvermerk Vidimus uns(er)s h(e)ren des küngs brif, als er Ditrichen Nortkirch d(er) de(n) rat zu Nur(emberg) vor Ditrichen Pflug(er) freyg(re)ven von Heintze im Hofe weg(en) furgewant, hat, fur in heischet im StA Nürnberg (Sign. Rst. Nürnberg, Urkunden des 7-farbigen Alphabets Nr. 1497), Perg., wachsfarbenes S des Unterfertigers mit Rücks, des Landgerichts an Ps. – Notariatsinstrument3 (lat.) des öff. Notars Arnoldus vom Loe von 1442 April 4 ebd. (Sign. Rst. Nürnberg, Urkunden des 7-farbigen Alphabets Nr. 1505), Perg. – Abschrift dieses Notariatsinstruments in dt. Übersetzung4 ebd. (ebd.), Pap. (15. Jh.). Lit.: MUMMENHOFF, Vehme S. 28; VEIT, Nürnberg und die Feme S. 158f. n. 86.

Anmerkungen

  1. 1Die namentliche Reihung, beginnend mit Erhard Haller, ist identisch mit der in dem Mandat an Dietrich Pflüger (n. 91) gebotenen.
  2. 2Sieben. 93.
  3. 3Das Notariatsinstrument wurde ausgestellt auf Betreiben der Stadt Nürnberg anläßlich der vergeblichen Insiniuierungversuche der Ladung durch den Notar in Dortmund. Zunächst versuchte er die Zustellung bei der hl. Geistkapelle, wurde jedoch von Nordkirch in zornygem mute mitsamt den beiwohnenden Zeugen Arnold, Komtur der Deutschordenskommende zu Brackel, und Hans Cramer, Priester aus dem Kölner Bistum, abgefertigt. Auch ein zweiter Versuch vor einem Gasthaus unter Bezeugung von Anton Anelacker und des Weinschenken Beßken (Boßken?) schlug fehl.
  4. 4Die Übersetzung bietet nur die Rahmenhandlung, nicht die kgl. Ladungsbriefe.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 14 n. 92, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-03-10_7_0_13_14_0_92_92
(Abgerufen am 09.07.2020).