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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 14

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Kg. F. teilt Eberhard von Seinsheim, Deutschordensmeister, unter Bezug auf seinen weitgehend wörtlich wiederholten vormaligen Brief1 bezüglich seines entgegen der von Kg. und Fürsten beschlossenen Protestation mit Hilfe des Baseler Konzils gegen Nürnberg angestrengten Prozesses mit, daß ihm die Nürnberger durch ihre Botschaft sowohl ein Notariatsinstrument2 über die vorgenommene Insinuierung des vormaligen Schreibens vorgelegt, als auch von einer ähnlich lautenden Abforderung Bf. Antons von Bamberg berichtet hätten, was beides gleichwohl ohne angemessene Antwort geblieben sei. Er gebietet ihm daher unter Androhung seines Huldverlustes, einer je zur Hälfte der kgl. Kammer und den von Nürnberg zufallenden Pön von 300 Mark Gold sowie den in der genannten Protestation vorgesehen Strafen, in die er ihn hiermit vorsorglich verfallen erklärt, den Prozeß und alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen weisungsgemäß innerhalb von neun Tagen nach Erhalt dieses Briefes einzustellen. Andernfalls lädt er ihn auf den 45. Tag nach Erhalt dieses Briefs peremptorisch zur Klärung des Sachverhalts vor sich und erklärt, daß auch im Falle seiner Abwesenheit darüber verhandelt werden wird.

Originaldatierung:
Am nechsten eritag vor sand Matheus tag des ewangelisten.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Conradus p(re)p(osi)tus Wyenn(ensis) canc.

Überlieferung/Literatur

Org. im StA Nürnberg (Sign. Rst. Nürnberg, Urkunden des 7-farbigen Alphabets Nr. 1393), Perg., rotes (teilweise zerstörtes) S 12 rücks. aufgedrückt. – Kop.: Auszugsweise inseriert in die Urkunde von 1441 März 3, die anläßlich der zu Dorfflins vorgenommenen Insinuierung des Mandats durch Michel von Ehenheim ausgestellt wurde, ebd. (Sign. ebd. Nr. 1413), Perg., S des Ausst. an Ps. – Abschrift in einer den Deutschen Orden betreffenden Prozeßakte ebd. (Sign. Rst. Nürnberg, Akten des 7-farbigen Alphabets Nr. 2), Pap. (15. Jh.). Der Rat hatte 1440 September 16 seinen beiden Unterhändlern, Dr. Konrad Konhofer und dem Stadtsyndikus Johann Marquard (Marquardi), den auch von diesen beiden bevorzugten Beschluß mitgeteilt, das Verfahren vor dem Kg. weiter zu betreiben (StA Nürnberg, Sign. Rst. Nürnberg, Briefbücher Nr. 14 fol. 237v -239v). Auf die ihrem Wunsch gemäß durch den Bf. von Bamberg erfolgte Abforderung kamen in Bamberg Verhandlungen zustande, die im Ergebnis zumindest die Bereitschaft des Deutschordensmeisters erkennen ließen, das Verfahren vom Baseler Konzil abzuziehen. Über den dortigen Stand der Dinge unverzüglich zu berichten, wurden die Adressaten ausdrücklich gebeten. Lit.: WEIGEL, Dr. Conrad Konhofer S. 248f.

Anmerkungen

  1. 1Siehe unsere n. 30.
  2. 2Siehe unsere n. 30 Anm. 4.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 14 n. 39, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1440-09-20_1_0_13_14_0_39_39
(Abgerufen am 15.04.2021).