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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 13

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Kg.F. verschreibt Balthasar von Weißpriach auf Lebenszeit Schloß Kobersdorf1 mit allen Zwang- und Bannrechten, Fischgründen, Forsten und Wäldern sowie allen Rechten und Zubehör, das dieser mit seiner Zustimmung von Bernhard Pelleitner abgelöst hat und nun auf Lebenszeit unentsetzt innehaben soll. Bezüglich der Pfandlösung setzt er fest, daß, sollte er vor Balthasar sterben, seine Erben erst nach dem Aussterben aller männlichen Erben des Weißpriachers das Recht auf Einlösung für 1.900 Pfd. Pf. guter wienner werung haben, während im Falle des vorzeitigen erbenlosen Todes Balthasars das Schloß unverzüglich ohne Einlösung an ihn zurückfällt.

Originaldatierung:
An mittwochen vor sand Martens tag.
Kanzleivermerke:
KVr: fehlt. B (unter der Plica rechts).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1451 X 7), Perg., S samt Ps. ab und verloren. Kop.: Abschrift (18. Jh.) ebd. (dem Org. beiliegend). Reg.: CHMEL n. 2733 (nach Kop.). Lit.: ERNST, Frage S. 392f. u. 398; HALLER, Friedrich III. und die Stephanskrone S. 110f.; HEINIG, Friedrich III./1 S. 224.

Kommentar

Da der Kanzleivermerk und die Besiegelung fehlen, ist die Ausfertigung der Urkunde aus nicht bekannten Gründen unterblieben. Die tatsächliche Verschreibung des Schlosses Kobersdorf an Balthasar von Weißpriach erfolgte am 18. Mai 1452 auf dem Romzug (s. n. 238).

Anmerkungen

  1. 1Kg.F. hatte im August 1451 die Burgen Kobersdorf, Eisenstadt u. Forchtenstein von Hz. Albrecht VI. erworben, um einen geplanten Verkauf an Ulrich Eitzinger von Eitzing zu verhindern, vgl. CHMEL n. 2713 u. 2715ff. Zu den westungarischen Herrschaften s. auch die nn. 181 u. 266.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 13 n. 226, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1451-11-10_1_0_13_13_0_227_226
(Abgerufen am 25.09.2020).