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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 13

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Kg.F. teilt den Prälaten, Pröpsten, Dechanten, Meisterinnen, Dechantinnen und Konventen aller Klöster der geistlichen Chorherren und Chorfrauen des Augustinerordens des Erzbistums Salzburg mit, daß Kardinal Nikolaus (von Kues), päpstlicher Legat in den Deutschen lannden, Propst Niklas von St. Dorothea in Wien, Propst Peter von Rohr in der Diöz. Regensburg und Lic. decr. Wolfgang Kerschberger, Chorherrn von St. Florian in der Diöz. Passau, beauftragt habe,1 ihre Klöster zu besichtigen und nach Bedarf zu reformirn. Die Visitatoren seien jetzt zur Durchführung der Visitation bereit, wozu er auch seine Zustimmung sowie ihnen und ihren anwelten sicheres Geleit gegeben habe. Er bittet sie nachdrücklich, sich zu solher visitierung und reformacion gutlich und willig zu zeigen, sich dieser nicht zu widersetzen, die Visitatoren aufzunehmen und deren Anordnungen zu befolgen, damit die Klöster in guten stannd und ordnung bracht und gesetzt werden.

Originaldatierung:
An mittichen nach sannd Peter und sannd Pauls tag (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: C.d.r.i.c. (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert,2 der Kop. zufolge mit rücks. aufgedr. kgl. S. Kop.: Abschrift (18. Jh.) im HHStA Wien (Sign. AUR 1451 VI 30), Pap.3 Reg.: CHMEL n. 2701; QGStW I/7 n. 15285 (jeweils nach Kop.). Lit.: LÜBKE, Nikolaus von Kues S. 120ff.; NIEDERKORN-BRUCK, Melker Reform S. 31f.; NIEDERSTÄTTER, Jahrhundert der Mitte S. 75f.

Anmerkungen

  1. 1Im Jahr 1451 erließ der Kardinallegat Nikolaus von Kues (Cusanus) auf der Salzburger Provinzialsynode eine Verordnung, die den gesamten Regularklerus dieser Kirchenprovinz aufforderte, binnen Jahresfrist zur alten Strenge der jeweiligen Ordensregel zurückzukehren. Von Salzburg begab er sich zu Kg.F. nach Wiener Neustadt, wo er am 3. März die Visitatoren für die Salzburger Benediktinerklöster und am 5. März jene für die Augustinerklöster ernannte.
  2. 2Org. heute im StiftsA Klosterneuburg, zuvor im StiftsA St. Dorothea in Wien.
  3. 3Auf der Abschrift Vermerk (18. Jh.): Ex autographo praepositurae can(onicorum) reg(ularium) s(ancti) Augusti ad s(anctam) Dorotheam Viennae; et coll(ationata) 15. Juni 1762.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 13 n. 210, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1451-06-30_1_0_13_13_0_211_210
(Abgerufen am 03.04.2020).