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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 13

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Kg.F. als Vormund des Kg. Ladislaus und Fürst des Hauses Österreich bevollmächtigt1 Hz. Albrecht (VI.) von Österreich, bezüglich der Streitigkeiten mit der Stadt Rheinfelden selbständig zu handeln und vor den Kff. Pfgf. Ludwig (IV.) bei Rhein und Eb. Dietrich von Mainz rechtlich zu verhandeln, wie es mit Schultheiß, Bürgermeister und Rat von Rheinfelden im Beisein Eb. Jakobs von Trier und Eb. Dietrichs von Köln auf dem Taiding zu negstvergangen phingsten (1446 Juni 5) gemäß dem darüber ausgegangenen Anlaß2 vereinbart wurde.

Originaldatierung:
An freitag vor dem suntag Letare in der vasten.
Kanzleivermerke:
KVr: C.d.r.i.c. L(e)cta (auf der Plica im rechten oberen Eck). KVv: . Kunig Fridreichs gewaltbrief hertzog Albrechten von Österr(eich) gegeben vor ettlichen kurfursten mit den von Rynvelden ze rechten etc. Der brief ist geben zu der Newnstat an freytag vor Letare anno etc. XLVIImo (wohl Empfängervermerk, Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1447 III 17), Perg., S an Ps. ab und verloren. Reg.: CHMEL n. 2265; LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 1257.

Kommentar

Der Konstanzer Anlaß von 1446 Juni 5 hatte keine Entscheidung über den Status der Stadt Rheinfelden reichsunmittelbar oder dem Haus Österreich pfandbar gefällt. Die Stadt war unter K. Ludwig d. Bayern an die Hzz. von Österreich verpfändet worden, hatte aber unter Kg. Sigmund 1415 bzw. 1418 die Reichsunmittelbarkeit erlangt.3 Seitens des Hauses Österreich wurde nun eine Rückkehr in die Pfandschaft gefordert4, zu der sich Rheinfelden 1444 zunächst auch bereit erklärt hatte5, den Eintritt später aber infolge des 1445 ausbrechenden Krieges gegen das Haus Österreich verweigerte. In Konstanz hatte man sich darauf geeinigt, daß die Pfandschaftsfrage von den Pfgf. Ludwig IV. bei Rhein und Eb. Dietrich von Mainz entschieden werden sollte, die mit dem Schiedsspruch6 von 4. Oktober 1447 Rheinfelden dem Haus Österreich zusprachen.7

Anmerkungen

  1. 1Die Delegation der Vollmacht und die Anerkennung der Urteile seitens Kg.F. wie in n. 13.
  2. 2Zum Konstanzer Anlaß s. n. 13, Anm. 1.
  3. 3Zur Verpfändung an Österreich s. Regg. K. Ludwigs d. Bayern 2 n. 119; zur Erlangung der Reichsunmittelbarkeit s. RI XI n. 1760 u. 3233. Vgl. dazu auch Regg.F.III. H. 12 n. 123, Anm. 1.
  4. 4Vgl. die Privilegienbestätigung Kg. Albrechts u. vorbehaltlich aller Rechte und Pfandschaften des Hauses Österreich, desgl. die Bestätigung Kg.F. von 1444 August 7; Druck: RQ Argau I/7 n. 72, 97; Reg.: RI XII n. 1089.
  5. 5Vgl. n. 53, Anm. 1.
  6. 6Org. und Kop. des Schiedsspruchs im HHStA Wien (Sign. AUR 1447 X 4); Druck: RQ Argau I/7 n. 105b; Reg.: CHMEL n. 2350. Vgl. dazu BURKART , Geschichte S. 103 ff.; SCHIB , Geschichte S. 57ff.
  7. 7Vgl. zur Pfandschaftsfrage bes. den Kommentar zu den nn. 53 u. 103; weiters s. die nn. 54, 57, 84, 85 u. 105.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 13 n. 15, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1447-03-17_3_0_13_13_0_15_15
(Abgerufen am 02.12.2020).