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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 13

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Kg.F. gibt Hz. Albrecht (VI.) von Österreich aus kgl. Machtvollkommenheit seine Einwilligung, die Landvogtei in Schwaben von den Truchsessen Jakob und Georg von Waldburg für jene Summe (13.200 fl. rh.) einzulösen, um die sie ihrem Vater (Johann) von K. Sigmund1 verpfändet wurde. Er verspricht, ihn nach der Pfandlösung mit seinen kunigclichen und notturfftigen maiestat briefen darumb (zu) versorgen, jedoch vorbehaltlich einer Lösung durch ihn und das Reich.

Originaldatierung:
An der heiligen dryer kunig tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r.i.c. KVv: Rta Jacobus Widerl (Blattmitte). 75 (auf dem Ps.).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR 1447 I 6), Perg., rotes S 11 in wachsf. Schüssel mit rücks. eingedrücktem roten S 13 an Ps. Reg.: CHMEL n. 2221; QGStW I/7 n. 15153; LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 1230. Lit.: VOCHEZER, Geschichte 2 S. 35f.; FEINE, Landgerichte S. 171ff.; DERS., Territorialbildung S. 282f.; BAUM, Habsburger S. 297; vgl. weiters GÖNNER/MILLER, Landvogtei Schwaben S. 684ff.; HOFACKER, Reichslandvogteien S. 309; NIEDERSTÄTTER, Jahrhundert der Mitte S. 160f.; HEINIG, Friedrich III./2 S. 930; zu den Truchsessen von Waldburg ebd. 1/S. 367ff.

Kommentar

Truchseß Jakob von Waldburg stand im Dienst Hz. Albrechts III. von Bayern-München, der die Landvogtei Schwaben als Erbe seines Onkels Wilhelm III. von Bayern betrachtete und dem schon K. Sigmund 1434 die Einlösung von den Truchsessen von Waldburg gestattet hatte. Kg.F. versuchte dessen Ansprüchen mittels der vorliegenden Erlaubnis zur Einlösung und der 1452 erfolgenden Ernennung Hz. Albrechts VI. zum Landvogt (s. n. 246) entgegenzuwirken, blieb jedoch erfolglos, da Hz. Albrecht VI. die Pfandsumme nicht aufbringen konnte.2 Am 14. August 1452 ernannte Friedrich Albrecht VI. und dessen Erben zu Reichslandvögten in Ober- und Niederschwaben. Die endgültige Pfandlösung für 13.200 fl. rh. kam erst 1486 zustande.

Anmerkungen

  1. 1Pfandbrief von 1422 November 17, s. RI XI n. 5399. Zur Verpfändung von 1415 Mai 7 für 6.000 fl. rh. mit Aufschlägen in den Jahren 1417 und 1418 s. RI XI n. 1658, 2508, 3129; zum Pfandsatz nach 1422, der aufgrund von Aufschlägen bzw. Schuldenrückzahlungen schwankte, s. RI XI n. 7259 u. n. 10158.
  2. 2Vgl. dazu den Befehl des Königs an die Truchsessen von Waldburg von 1448 November 2, Hz. Albrecht VI. die Einlösung zu gestatten; Druck: LÜNIG Codex Germanicus diplomaticus 2 Sp. 890; Reg.: CHMEL n. 2505.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 13 n. 1, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1447-01-06_1_0_13_13_0_1_1
(Abgerufen am 18.09.2019).