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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 12

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Kg.F. befiehlt Gf. Heinrich von Görz, Gf. Ulrich (II.) von Cilli, Konrad von Kraig, seinem Hofmeister und Hauptmann des Ftm. Kärnten, sowie seinem Hauptmann zu Portenau und allen anderen Fürsten, Gff. etc. und Reichsuntertanen, denen dieser Brief oder eine gelöplich abgeschrift gezeigt wird, auf Bitte eines Gesandten des Abtes Christoph und des Konventes zu Millstatt, der heute vor sein Kammergericht gekommen ist, bei seiner und des Reichs schweren Ungnade und einer an ihn (Kg.F.) zu zahlenden Pön1, das Kloster vor Gf. Morand von Porcile oder anderen zu schützen, die es wegen des Gerichtes in burgerlichen sachen in dem Dorf San Foca bedrängen, sowie ihren Hauptleuten, Pflegern und Amtleuten dasselbe zu befehlen. Von dem Gesandten sei vorgebracht worden, daß Abt und Konvent von Bf. Johann von Gurk als in dieser Sache beauftragtem kgl. Kommissar ausweislich des vor Gericht verlesenen gerichttbrief(es)2 gegen Gf. Morand ein Urteil erlangt haben, demzufolge das Gericht von San Foca rechtlich dem Kloster gehöre. Zu diesem Urteil, gegen das nicht appelliert wurde, erteilt Kg.F. hiermit executori process. Diejenigen, die das Kloster schützen, würden weder freveln noch Unrecht verüben, wenn sie Bedränger des Klosters an Leib und Gut schädigten. Dagegen sollen jene durch keine Rechte oder Privilegien geschützt sein.

Originaldatierung:
am donerstag nach sand Michels tag
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. d. Conrado de Weinsperg ref.

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR, 1444 X 1), Perg., rotes S 11 in wachsfarbener Schüssel mit rücks. eingedrücktem roten S 13 an Ps.3 – Kop.: Lat. Übersetzung inseriert in Notariatsinstrument des öff. Notars Nikolaus Erlacher aus Burghausen, Kleriker der Diöz. Salzburg, von 1445 Januar 4, Straßburg, im HHStA Wien (Sign. AUR, 1445 I 4)4, Perg., Notarszeichen – davon Abschrift (18. Jh.) ebd. (Sign. Urkundenabschriften, Österreichische Urkunden, Karton 26). Druck: FRA II/24 n. 207. Reg.: CHMEL n. 1766; LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 907. Lit.: SCHROLL, Geschichte des Benedictiner-Stiftes Milstat S. 46f.; WEENZERL-FISCHER, Geschichte des Benediktinerklosters Millstatt in Kärnten S. 55; PROBSZT-OHSTORFF, Porcia S. 79f.; NIKOLASCH, Besitzungen S. 67.

Anmerkungen

  1. 1Ein Betrag wird nicht genannt.
  2. 2Urteil von 1444 März 5, Straßburg; vgl. dazu NIKOLASCH , Besitzungen S. 67, u. SCHROLL , Geschichte des Benedictiner-Stiftes Milstat S. 45f. Zu dem Prozeß zwischen dem Kloster Millstatt und Gf. Morand von Porcile sind im HHStA Wien unter den Signaturen AUR, 1443 VII 19; 1443 VIII 4; 1443 VIII 16/22; 1443 IX 4 und 1444 I 7 mehrere Notariatsinstrumente und ein Protokoll überliefert.
  3. 3Auf dem Ps. steht ein Vermerk: Milstat.
  4. 4Das Transsumpt wurde angefertigt auf Bitte des laicus litteratus Heinrich Horen aus Erfurt, Prokurator des Abtes Christoph von Millstatt. Zeugen waren die Priester der Diöz. Gurk Johann Turs, Pleban in Meiselding (Meisseldegk), u. Johann Neumeister, Kanoniker an St. Nikolaus in Straßburg, die Knappen (armigeri) Johann Staudacher aus der Diöz. Salzburg u. Adam Lemsniczer aus der Diöz. Aquileia sowie der Laie Stephan Meichsner aus der Diöz. Meißen.

Registereinträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 12 n. 257, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1444-10-01_1_0_13_12_0_257_257
(Abgerufen am 06.07.2020).