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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 12

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Kg.F. bestätigt mit Rat der Fürsten, Edlen und Getreuen sowie rechter wissen dem Ritter Burckhard von Homburg auf dessen Ersuchen hin sowie den Kindern von dessen verstorbenem Bruder (Albrecht)1 die Briefe Kg. Sigmunds2 und Kg. Albrechts (II.)3 über die vorczeiten getätigte Verpfändung der statsteuren der Reichsstädte Weil (der Stadt) und Dinkelsbühl gegen 800 Mark Silber an genannten Burckhard, dessen vordern und Erben sowie alle ihre von römischen Kaisern und Königen erhaltenen Privilegien, was wir in daran von recht bestetigen sollen und mögen. Er gebietet allen Fürsten, Gff. und Reichsuntertanen die Beachtung der Privilegien bei seiner und des Reichs schweren Ungnade, befiehlt den Bürgermeistern, Räten und Bürgern der Städte Weil und Dinkelsbühl, den Homburgern die genannten Steuern jährlich gegen deren Quittung zu geben, bis die 800 Mark Silber entrichtet sind4, und quittiert bereits hiermit den Städten für die künftig zu zahlenden Steuern.

Originaldatierung:
am nechsten mittwochen vor sannt Laurencien dag(nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.r. Hermannus Hecht (nach Kop.).

Überlieferung/Literatur

Org. im bearbeiteten Bestand nicht überliefert, der Kop. zufolge auf Perg. mit anh. S. – Kop.: Vidimus von Gf. Johann von Sulz, Hofrichter zu Rottweil, von 1458 Januar 17 im HHStA Wien (Sign. AUR, 1458 I 21)5, Perg., Hofgerichtssiegel an Ps. (verloren). – Vidimus des Bürgermeisters und des Rates von Radolfzell von 1464 Oktober 30, ebd. (Sign. AUR, 1464 X 30)6, Perg., rundes grünes S der Stadt an Ps. (zerstört). Reg.: CHMEL n. 945; SCHNURRER , Urkunden der Stadt Dinkelsbühl 1282-1450 S. 192 n. 811 (ohne Tagesdatum). Lit.: LANDWEHR, Verpfändung S. 36, 38 u. 79; PRESS, Weil der Stadt S. 13.

Anmerkungen

  1. 1In der Urk. namentlich nicht genannt. Vgl. jedoch CHMEL n. 476 sowie RTA 15 S. 14 Anm. 1.
  2. 2Urk. von 1415 Juni 5; Reg.: RI XI n. 1731.
  3. 3Urk. von (1438) Juli 4; Reg.: RI XII n. 266.
  4. 4Bis 1493 erfolgte die Einlösung offenbar nicht. Vgl. Kg. Maximilians Befehl an die Städte Weil und Dinkelsbühl, den Homburgern die Stadtsteuern zu zahlen, von 1494 Mai 24; Reg.: RI XIV/1 n. 714.
  5. 5Um die Vidimierung hatten Gesandte von Burckhard, Wilhelm und Konrad von Homburg vor dem im Hof an der offenn fryen kaiserlichen sträss tagenden Rottweiler Gericht nachgesucht. Dieses hatte darauf mit urteil für die Ausfertigung des Vidimus entschieden. Den Anlaß zur Vidimierung dürfte eine Rechtsstreitigkeit gegeben haben; vgl. die kgl. Ladung an die Homburger von 1464 August 28; Reg.: SCHNURRER , Urkunden der Stadt Dinkelsbühl 1451-1500 S. 47 n. 1105. Zu einem Vidimus des Hofgerichtes von Rottweil von 1443 (ohne Monat und Tag) vgl. SCHNURRER , Urkunden der Stadt Dinkelsbühl 1282-1450 S. 194 n. 820.
  6. 6Die Vidimierung erfolgte auf Bitte des Ritters Burckhard von Homburg.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 12 n. 115, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-08-08_1_0_13_12_0_115_115
(Abgerufen am 26.05.2020).