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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 12

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Kg.F. als Vormund des Kg. Ladislaus verspricht mit Willen und Wissen seiner Anwälte in Österreich und durch si, Jörg von Puchheim oder dessen Erben auf sand Michels tag schiristkunftig (1442 September 29) ohne Aufschub 1000 gute neue fl. ung. und Dukaten, gerecht in gold und wag, – oder für jeden dieser fl. sieben Sch. Wiener Pf. der schwarzen Münze – für die Kosten und Schäden zu zahlen, die diesem durch die Leute Jans von Vöttau und Zornstein, die sich als Gefangene in seiner (Puchheims) Gewalt befinden, oder durch den Vöttauer selbst entstanden sind. Puchheim solle dem Spruch Meinhards von Neuhaus und Ulrich Eitzingers, der auf zuspruch und vordrung des Vöttauers1 gegenüber Kg. Albrecht (II.) und später Kg.F. und das Ftm. Österreich, die Feste Grub und andere Sachen betreffend, erteilt wurde2, unverzüglich Folge leisten und die Gefangenen freilassen. Sollte die Bezahlung zum genannten Termin nicht erfolgen3, werde Puchheim und dessen Erben der daraus entstandene Schaden zusammen mit der Hauptsumme von seinen (Kg.F.) und des Kg. Ladislaus Nutzungen und Renten des Ftm. Österreich beglichen werden, wir seinn lebentig oder tod. Mit dem Siegel, das wir in unserm fürstentumb Österreich geprauhen. An freytag vor dem suntag Invocavit in der vasten.

Kanzleivermerke:
KVr: C.d.r.p.c. (unter der Plica).

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR, 1442 II 16), Perg., rotes S 28 in wachsfarbener Schüssel an Ps – Kop.: Abschrift (18. Jh.) ebd. (Sign, Urkundenabschriften, Österreichische Urkunden, Karton 25). Reg.: CHMEL n. 455; LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 311. Lit.: BRUNNER, Beiträge zur Geschichte des Fehdewesens S. 435.

Anmerkungen

  1. 1Zu den Forderungen und dem Vorgehen Jans von Vöttau vgl. AUER , Kuenringer S. 214; HEISS , Kuenringer S. 231f., u. SCHALK , Aus der Zeit des österreichischen Faustrechts S. 98ff.
  2. 2Vgl. den Spruchbrief Meinhards von Neuhaus und Ulrich Eitzingers von 1441 November 19; Org. im HHStA Wien (Sign. AUR, 1441 XI 19); Druck: CHMEL , Materialien Bd. 1 S. 95ff. n. 17; Reg.: CHMEL n. 406; LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 291.
  3. 3Die Zahlung der 1000 fl. stand einem Brief Puchheims zufolge noch 1453 aus. Vgl. BRUNNER , Beiträge zur Geschichte des Fehdewesens S. 449.

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 12 n. 93, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-02-16_1_0_13_12_0_93_93
(Abgerufen am 28.11.2020).