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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 12

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Hz.F. (V.) von Österreich1 und Hz. Albrecht (VI.) von Österreich geloben, zur Abstellung der zwischen ihnen bestehenden Streitigkeiten den Schiedsspruch zu befolgen, den ihre (unten aufgeführten) Spruchleute einmütig oder mehrheitlich bis nachsten freytag vor dem suntag, so man singet Letare in der vasten (1440 März 4), fällen und brieflich bestätigen sollen. Die Spruchleute seien bereits schriftlich und mündlich über ihre (der Hzz.) Vorbringen unterrichtet worden und würden, wenn notwendig, weitere Vorbringen anhören. Sollten Spruchleute wegen Krankheit oder aus anderen Gründen ausfallen, würden Hz.F. bzw. Albrecht an deren Stelle andere Personen bevollmächtigen. Um die Sache unverdechtlich durchführen zu können, sollen Spruchleute, die ihnen besonders gelobt und verpunden sind, für die Zeit der Verhandlungen von glübd und verpuntnuss ledig sein. Als Spruchleute wurden von Hz.F. seine Räte Bf. Nikodemus von Freising, Gf. Johann von Schaunberg, Oberstmarschall in Steyr, Hans von Neitperg, Hans (III.) von Stubenberg, Hauptmann in Steyr, Konrad Zeidler, sein Kanzler und Pfarrer zu Pürgg (zu der Purg)2, Pankraz Rindscheit, Landschreiber in Steyr, Walther Zebinger, Pfleger zu Pfannberg, und Leopold Aspach, und von Hz. Albrecht Bf. Leonhard von Passau, Stephan von Hohenberg, Rudolf von Tiernstein, Jörg Scheck von Wald, Hans Schweinbarther, Andreas Süssenheimer, Jörg Schweinpeck und Konrad Peßnitzer ernannt.

Originaldatierung:
an sand Dorothen tag
Kanzleivermerke:
KVr: D(omini) duces in consilio (rechts unter der Plica). – Eigenhändiger Rekognitionsvermerk von Hz.F.: Prescripta recognoscimus (links unter der Plica)3.

Überlieferung/Literatur

Org. im HHStA Wien (Sign. AUR, sub dat. 1439 XI 264), Perg., rotes S 3 in wachsfarbener Schüssel an Ps. und rotes S Hz. Albrechts VI. (SAVA S. 149, Abb. 90) in wachsfarbener Schüssel an Ps.5. – Kop.: Abschrift (18. Jh.) ebd. (Sign. Urkundenabschriften, Collationierte Copien, Karton 4). Reg.: LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 29; QGStW I/7 n. 14834. Lit.: BAUM, Albrecht VI. 1 S. 25.

Kommentar

Zum weiteren Verlauf der Streitbeilegung zwischen Kg.F. und Hz. Albrecht vgl. n. 4 u. 17.

Anmerkungen

  1. 1Die Wahl zum römischen Kg. (1440 Februar 2) nahm Hz.F. erst am 6. April 1440 zu Wiener Neustadt an, vgl. RTA 15 n. 100, LHOTSKY , Zur Königswahl S. 165, u. Regg.F.III. H. 4 n. 1.
  2. 2Vgl. LICHNOWSKY (-BIRK) 5 n. 3626 u. GÖHLER , Das Wiener Kollegiat-, nachmals Domkapitel S. 73ff. n. 6.
  3. 3Hingewiesen sei auch auf einen rücks. Archivierungsvermerk (Mitte 15. Jh.): Ain taydingbrief zwischen baiden meinen herren h(errn) Frid(rich) und h(errn) Albr(echt) (Es folgt Fortsetzung von einer späteren Hand des 15. Jh.). Vermerke wohl von der ersten Hand finden sich auf n. 17, 20 (jeweils Ausfertigung A) u. 19, 132 (jeweils Ausfertigung B).
  4. 4Sign. gemäß Datum beiliegender Urk. Hz. Albrechts VI. von Österreich, mit der sich dieser zur Bestellung von Spruchleuten verpflichtete; Reg.: LICHNOWSKY (-BIRK) 6 n. 9; QGStW I/7 n. 14826.
  5. 5Auf dem Ps. steht rücks. ein Vermerk: 40.

Registereinträge

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 12 n. 1, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1440-02-06_1_0_13_12_0_1_1
(Abgerufen am 22.02.2020).