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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 11

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K.F. teilt seinen Getreuen Reinprecht von Ebersdorf und Hildebrand von Einsiedel die an dem suntag Letare in der fast(en) (1452 März 19) erfolgte Kaiserkrönung mit und läßt wissen, daß es ihm und Kg. Ladislaus in disen lannden in allen unsern sachen geluksamlich und wol gegangen sei und er nun vorhabe, in deutsche lannd zurückzukehren. Er übersendet ihnen ettlich Briefe durch den gegenwärtigen Boten entsprechend ihres in einem Brief geäußerten Wunsches und des von ihnen darin eingelegten Zettels1 sowie zuvor schon durch die von Hans Duster überbrachte Bitte. Er hat dieselben Briefe geteilt (gezwispilt) und den anderen Teil einem Boten seines Schwagers (Kf. Friedrich II.) von Sachsen übergeben, damit, falls ein Bote nidergewurffen wird, wenigstens der andere zu ihnen gelangen würde. K.F. teilt mit, daß er auch dem Bf. (Peter II.) von Breslau und den Städten der Fürstentümer Schweidnitz, Jauer, Bautzen, Görlitz, Zittau, Breslau und Liegnitz in gesonderten Briefen geschrieben und ihnen seine ksl. Krönung verkündet hat.2 Er schickt ihnen außerdem an dieselben Städte gerichtete und auf Dieprand Reybnitz und Heinz Peterswald lautende gelaubbrief, so wie Reinprecht von Ebersdorf und Hildebrand von Einsiedel es von ihm begehrt haben und wie sie dies aus den beigelegten Abschriften entnehmen können, dazu auch andere Briefe wegen Bautzen, Görlitz etc.4 , weswegen sie ihm nicht geschrieben haben, aber die es vielleicht not wer zu haben, nachdem der (Hans) von Kolditz die sechs stet, wie K.F. vernommen hat, auch innehat5 und es gerade deshalb geraten ist, daß Reinprecht von Ebersdorf und Hildebrand von Einsiedel diese Briefe haben und nutzen können. Er gebietet ihnen, die Mannen und Städte der genannten Fürstentümer in seinem und seines Vetters Kg. Ladislaus Interesse zu ermahnen und zu bitten, damit diese ihm beistehen und sich nicht an den Umtrieben seiner Widersacher in Österreich6 beteiligen, was er diesen Städten gnediclich gen in (zu) erkennen und Kg. Ladislaus anweisen will, sie und ihre Kinder dafür in künftigen Zeiten zu belohnen. Aus dem Schreiben von Ebersdorf und Einsiedel hat er mit Wohlwollen vernommen, wie du der von Ebersdorff ain gotzgab zum Heiligen Kreuz in Breslau gelihen hast. An mittichen vor dem heiligen Phingstag under uns(erm) insigel, so wir vor unser keyserlichen krönung gebraucht haben.

Kanzleivermerke:
KVr: C.d.i.i.c. – KVv: Unsern getrewn lieben Reinprechten von Ebersdorff und Hilprannten von Ainsidl (Adresse, Blattmitte).

Überlieferung/Literatur

Org. im SächsHStA Dresden (Sign. O.U. 7265), Pap., rotes S 11 als Verschluß rücks. aufgedrückt. – Die in diesem Brief angekündigten Abschriften liegen bei. Reg.: Regg.F.III. H. 10 n. 95.

Anmerkungen

  1. 1Vermutlich ein Konzept für die auszustellenden Urkunden.
  2. 2Vgl. n. 270-274. Diese Urkunden liegen hier als Abschriften bei.
  3. 3Vgl. n. 265-268. Diese Urkunden liegen hier als Abschriften bei.
  4. 4Es ist zu vermuten, daß es sich hier um die übrigen am 23. Mai ausgestellten Urkunden handelt, von denen die Originale mitgeschickt wurden.
  5. 5Vgl. n. 257 Anm. 1.
  6. 6Vgl. n. 270.

Registereinträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 11 n. 269, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1452-05-24_1_0_13_11_0_269_269
(Abgerufen am 26.02.2021).